Für Tierfreunde im besten Alter

Statt Zoobesuch: 7 tierfreundliche Alternativen für Jung und Alt

Statt Zoobesuch: 7 tierfreundliche Alternativen für Jung und Alt

Ein Besuch im Zoo vermittelt großen und kleinen Besuchern die irreführende Annahme, das Einsperren von Tieren sei völlig normal und in Ordnung. Doch Tiere in Zoos leben niemals freiwillig in Gefangenschaft. Zoobesucher sehen lediglich traurige Tiere in zumeist engen Gehegen, die dem natürlichen Lebensraum der Tiere in keiner Weise entsprechen. Doch zum Glück gibt es zahlreiche tierfreundliche Alternativen zu einem Zoobesuch, bei denen kein Tier zur Unterhaltung der Menschen leiden muss. Wir stellen einige Freizeitaktivitäten vor, bei denen Jung und Alt mehr über Tiere erfahren und ihnen außerdem helfen können.

1. Lebenshöfe besuchen

In Deutschland gibt es viele Lebenshöfe, die Tiere vor dem Schlachthof bewahren und ihnen ein neues Leben ermöglichen. Auch Tiere aus schlechter Haltung oder aus Versuchslaboren können auf Lebenshöfen in Frieden leben. Wer etwas über Tiere lernen möchte, kann einen solchen Lebenshof besuchen und sogar eine Patenschaft für ein Tier übernehmen. Kinder lernen beispielsweise auf diese Weise, Tieren Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen. Auf einigen Lebenshöfen kann man auch Urlaub machen und bei der Pflege der Tiere helfen.

2. Tiere im Garten beobachten

Der eigene Garten ist ein perfekter Ort, um Wildtiere und Insekten zu beobachten. Hier finden Bienen, Vögel, Igel und andere Tiere Nahrung, Trinkwasser, Schutz und Übernachtungsmöglichkeiten. Machen Sie Ihren Garten zu einem Paradies für Wildtiere, indem Sie einen Gartenteich anlegen, bienenfreundliche Blumen pflanzen oder Wasserschalen aufstellen – und freuen Sie sich über den tierischen Besuch. Mit Kindern kann man auch Insektenhotels oder Vogelhäuschen selbst bauen und anschließend beobachten, wie die tierischen Unterkünfte bezogen werden.

3. In der heimischen Natur wandern

Wer vorsichtig und rücksichtsvoll in der heimischen Natur wandern oder spazieren geht, hat oft das Glück, Wildtiere anzutreffen und in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können. Einige Naturschutzvereine bieten auch Führungen an, bei denen man bestimmte Tierarten kennenlernen und betrachten kann, wie beispielsweise Fledermaus-Exkursionen oder vogelkundliche Wanderungen.

4. Tierdokus anschauen

Tierdokumentationen gehören zu den besten Möglichkeiten, um das natürliche Verhalten von Wildtieren kennenzulernen, denn sie bieten uns die Möglichkeit, Tiere in aller Welt aus nächster Nähe zu beobachten – ob in den Tiefen des Ozeans, im geheimnisvollen Dschungel oder in der heißen Wüste.

5. Auffangstationen besuchen

Deutschlandweit gibt es viele Auffangstationen für Tiere mit Einschränkungen oder gerettete Wildtiere. Seriöse Auffangstationen zeichnen sich etwa dadurch aus, dass sie keine Tierbabys als Besucherattraktionen züchten, sondern ausschließlich Tiere aus schlechter Haltung aufnehmen und ihnen ein besseres Leben bieten. Auch Interaktionen mit den Wildtieren sind in seriösen Einrichtungen absolut tabu. Für Bären gibt es beispielsweise sogenannte „Alternative Bärenparks“, in denen die Tiere weitläufige, naturbelassene Gehege durchstreifen können. Auch für kleinere Tiere wie Tauben oder Igel gibt es Auffangstationen, die kranke und verletzte Tiere gesund pflegen.

Vorsicht ist jedoch besonders bei Auffangstationen im Ausland geboten: Solche Einrichtungen dienen oftmals nur als Tarnung für Touristenattraktionen, bei denen Tiere ausgebeutet werden. Informieren Sie sich daher vor einem Besuch immer darüber, welche Auffangstationen seriös sind.

6. Tiere über Webcams beobachten

Auf einigen Websites kann man Wildtiere in Echtzeit per Webcam beobachten. Tierforscher haben Kameras beispielsweise vor Vogelnestern, an Wasserlöchern oder vor Höhlen platziert, über die man Vögeln, Elefanten, Löwen oder Eisbären auf der ganzen Welt live bei ihrem natürlichen Verhalten zuschauen kann.

7. Lokale Tierschutzprojekte unterstützen

In deutschen Städten und Dörfern gibt es unzählige lokale Tierschutzprojekte, die den Tieren in der Umgebung helfen. Hier kann sich jeder freiwillig engagieren und etwas für die heimischen Tiere tun. Helfen Sie beispielsweise bei Krötenwanderungen oder bieten Sie Fahrdienste zu Tierarztpraxen an. Daneben gibt es die Möglichkeit, als Pflegestelle verletzte oder heimatlose Tiere aufzunehmen, zu pflegen und zu vermitteln. Aber auch mit Gassi-Diensten oder Spielstunden im Tierheim können Sie Tieren helfen.

Weitere Tipps und Informationen

Weitere Informationen über Tiere und nützliche Tipps, wie Sie ihnen helfen können, finden Sie auf unserer Website: