Für Tierfreunde im besten Alter

Warum wir Wildtiere nicht töten, sondern respektieren sollten

Warum wir Wildtiere nicht töten, sondern respektieren sollten

Wir Menschen sind über die Jahrhunderte hinweg immer tiefer in die Natur vorgedrungen und haben den Lebensraum der Wildtiere für uns eingenommen. Die ursprüngliche Heimat von Fuchs, Hase und Wildschwein wurde zu Wohngebieten, Straßen und landwirtschaftlichen Flächen. Da die Tiere aber weiterhin nach Nahrung, Wasser, Unterschlüpfen und Orten zur Aufzucht ihrer Jungen suchen müssen, kommt es immer wieder zu Begegnungen zwischen Menschen und Wildtieren. Leider dulden viele Menschen die Wildtiere nicht in ihrer Nähe und bezeichnen sie als Ärgernis, Plage oder Überpopulation. Jedes Jahr werden deshalb unzählige Tiere getötet. Ob Füchse, Gänse, Waschbären, Mäuse, Ratten, Wildschweine, Kaninchen, Wespen oder Tauben – sie alle fallen der Intoleranz und Unkenntnis von Menschen zum Opfer.

Obwohl Wildtiere einfach nur in Frieden leben wollen, müssen sie täglich ums Überleben kämpfen. Jäger lauern den Tieren auf, um sie zu töten. Selbst in Städten stellen vielerorts Stadtjäger den Wildtieren nach, die zwischen den Häusern einen Rückzugsort und Nahrung suchen. In der Natur werden Rehkitze, die von ihren Müttern in Feldern versteckt werden, von Mähdreschern überfahren und verstümmelt. Vögel werden in Netzen gefangen und sterben elendig. Mäuse und Ratten werden in Fallen getötet oder vergiftet. Igel werden von Mährobotern verstümmelt. Fische werden mit Angelhaken an Land gezogen, wo sie qualvoll ersticken.

Alles, was die Tiere wollen, ist eine friedliche Koexistenz. Daher setzen wir uns für den respektvollen Umgang mit Wildtieren ein. Wir klären die Menschen über Wildtiere, die grausame Jagd und das Angeln auf und geben Tipps für die tierfreundliche Umsiedlung von unerwünschten Haus- und Gartenbesuchern.

Die Grausamkeit der Jagd

Jedes Jahr werden in Deutschland über fünf Millionen Wildtiere von Jägern getötet. Die meisten dieser Jäger sind sogenannte Hobbyjäger, die es als Freizeitbeschäftigung ansehen, Tiere zu töten. Die Tiere werden zum Spaß oder aus angeblicher Jagdtradition als Zielscheiben missbraucht. Viele Tiere sterben bei der Jagd nicht sofort – sie werden oftmals nur angeschossen oder in Fallen schwer verletzt, sodass sie einen tagelangen Todeskampf erleiden. Doch nicht nur Wildtiere, sondern auch Katzen und Hunde werden von Jägern getötet. Auch kommt es immer wieder zu dramatischen Jagdunfällen, bei denen Menschen verletzt und sogar getötet werden.

Doch warum ist die Jagd überhaupt noch erlaubt in Deutschland? Als Hauptgrund wird gerne das Eindämmen von Wildschäden genannt. Rehe knabbern an den Knospen junger Bäume und Wildschweine wühlen Felder um. Doch diese Probleme sind rein menschengemacht – in einem natürlichen Wald gibt es keine Schäden durch Wildtiere. In der Forst- und Landwirtschaft steht lediglich die Profitmaximierung im Vordergrund, und Wildtiere werden zu Schädlingen degradiert, die aus wirtschaftlichen Gründen getötet werden.

Auch argumentieren Jäger oft, sie müssten die Tierbestände durch Töten der Tiere regulieren. Anerkannte Wildbiologen haben jedoch mehrfach bestätigt, dass die Jagd ökologisch nicht notwendig ist. Die Populationen von Wildtieren regulieren sich selbstständig über Umweltfaktoren wie beispielsweise die Verfügbarkeit von Nahrung, durch Krankheiten oder die Witterung. Auch die Sozialstruktur der Tiere nimmt Einfluss auf die Populationsentwicklung. Dies zeigen Gebiete, in den die Hobbyjagd verboten ist, bereits seit vielen Jahren. So reguliert sich beispielsweise im Schweizer Kanton Genf die Natur in erster Linie selbst.

Das Jagen und Töten von Wildtieren bewirkt sogar das Gegenteil von Populationskontrolle: Bei weiblichen Wildschweinen beispielsweise tritt die Geschlechtsreife in Jagdgebieten viel früher ein als in jagdfreien Gebieten. Die Jagd fördert demnach sogar die Geburtenrate von Wildschweinen. Und auch in anderer Hinsicht ist die Jagd problematisch: So können sich Krankheiten viel leichter verbreiten, da Tiere bei Treibjagden aus ihrem angestammten Gebiet in neue Reviere flüchten. Zudem fehlt durch das intensive Bejagen von Beutegreifern wie Füchsen und Mardern der natürliche Gegenspieler der Mäuse. Auf landwirtschaftlichen Flächen werden Mäuse stattdessen mit umweltschädlichem Gift bekämpft.

Angeln: Todeskampf im Wasser

Fische sind genau wie wir Menschen fühlende Wirbeltiere und empfinden Schmerz, Angst und Stress. Doch weil sie es nicht so zeigen können wie wir Menschen, lassen die zahllosen Angler in Deutschland kein Mitgefühl walten. Für das grausame Hobby der Angler erleiden Fische einen schrecklichen Todeskampf, wenn ihnen ein Haken durch den Mund gebohrt wird und sie an Land gezogen werden. Dort können die Fische nicht mehr atmen, sodass sie panisch nach Luft ringen und qualvoll ersticken.

Obwohl das Tierschutzgesetz es verbietet, werden in Deutschland zahllose rechtswidrige Wettangelveranstaltungen durchgeführt. Bei diesen Events werden Fische nach dem Fangen wieder freigelassen – das sogenannte „Catch and Release“. Dabei kommen die Fische nicht nur zu Schaden, viele sterben sogar durch diese grausame Fangmethode. So erliegen die Fische ihren Verletzungen oder sterben durch die Temperaturunterschiede zwischen Land und Wasser. Auch sind wieder freigelassene und damit verletzte Fische leichte Beute für Raubfische.

Entscheiden Sie sich für eine friedliche Koexistenz mit Wildtieren

Sie können dabei helfen, die grausamen „Hobbys“ Jagd und Angeln nicht zu unterstützen, indem Sie kein Wildfleisch oder Fischfleisch essen. Außerdem können Sie durch eine Befriedung die Bejagung auf Ihrem Grundstück verbieten lassen.

Wenn Sie selbst eine Begegnung mit Wildtieren haben und nicht wissen, wie Sie sich verhalten sollen, finden Sie auf unserer Website viele nützliche Tipps:

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen