Für Tierfreunde im besten Alter

Warum es Sinn macht, sich vegan zu ernähren

Warum es Sinn macht, sich vegan zu ernähren

Vegan lebende Menschen lehnen Produkte tierischen Ursprungs bewusst ab. Im Unterschied zu Vegetariern machen Veganer nicht nur um Fleisch und Fisch einen großen Bogen, sondern auch um tierische Erzeugnisse wie Milch, Eier, Gelatine und Honig. Ethisch motivierte Veganer tragen zudem keine Materialien tierischen Ursprungs wie Wolle, Pelz, Leder oder Daunen und achten darauf, dass ihre Pflege- und Kosmetikprodukte rein pflanzlich und ohne Tierversuche sind. Doch wozu das Ganze?

Warum eigentlich vegan?

Für jedes Stück Fleisch oder Fisch, das Sie im Supermarkt kaufen, musste ein Tier geboren, gemästet und getötet werden. Während der Mast werden die Tiere ganz legal verstümmelt: Männliche Ferkel werden auch heute noch standardmäßig ohne Betäubung kastriert. Außerdem werden ihnen die Ringelschwänze abgeschnitten und die Eckzähne abgeschliffen – auch diese Eingriffe werden im Normalfall ohne Narkose durchgeführt. Puten haben furchtbare Schmerzen, wenn ihnen der vordere Teil des Schnabels abgetrennt wird und Kälber leiden, wenn man ihnen den Hornansatz ausbrennt. Viele Tiere werden krank und manche von ihnen sterben sogar noch während der Mast. Die Überlebenden werden nach einem kurzen und entbehrungsreichen Leben ins Schlachthaus verfrachtet, wo ihnen die Kehle aufgeschnitten wird. Auch Fische leiden unvorstellbare Qualen, wenn sie aus dem Wasser gezogen werden: Aufgrund der Druckabnahme reißt oft ihre Schwimmblase, ihr Magen quillt aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während sie langsam ersticken.

Kalb in Kälberiglu
Von der Mutter getrenntes Kalb in Kälberiglu.

Aber warum dann keine tierischen Erzeugnisse wie Eier und Milch?

Kühe geben aus demselben Grund Milch wie alle anderen Säugetiere auch: Um ihr Kind zu stillen. Das heißt, jede sogenannte Milchkuh muss erst künstlich befruchtet werden, monatelang ein Kind austragen und die Schmerzen der Geburt durchleben, damit wir ihre Muttermilch trinken können. Ihr Kind wird ihr bereits kurz nach der Geburt weggenommen und – sollte es weiblich sein – selbst zur Milchkuh degradiert oder zu Kalbfleisch verarbeitet. In den Milchbetrieben leiden Kühe unter psychischem und körperlichem Stress. Viele der Tiere erkranken und werden bereits nach vier oder fünf Jahren im Schlachthaus getötet. Für ein Stück Käse oder ein Glas Milch wird Kühen alles genommen, was ihr Dasein lebenswert gemacht hätte. In Freiheit lösen sie Probleme mit Begeisterung, machen Luftsprünge vor Freude und stillen ihre Kinder bis zu drei Jahre lang.

Hühner legen ihre Eier nicht für uns, sondern um sich fortzupflanzen. So legte das Urhuhn lediglich etwa 18 Eier im Jahr. Durch Qualzucht und Leistungsfutter haben wir Menschen das Huhn zur Legemaschine degradiert, wodurch es mittlerweile etwa 235 Eier im Jahr legt. Eine Folge davon ist, dass sich bei vielen Hennen der Eierstock, der Eileiter, der Uterus und die Legedärme entzünden. Eingepfercht mit unzähligen Leidensgenossinnen brechen sich viele Hühner die Knochen, picken sich die Federn aus oder bringen sich in manchen Fällen sogar gegenseitig um. Lässt ihre Legeleistung nach, so landen sie im Schlachthaus. Noch früher werden ihre Brüder getötet, da sie aufgrund ihres Geschlechts keine Eier legen können: So werden jährlich alleine in Deutschland 50 Millionen männliche Küken direkt nach der Geburt vergast. Dabei sind auch Hühner hochfaszinierende Tiere: Sie haben Träume, erinnern sich an über 100 verschiedene Gesichter und sprechen mit ihren Babys, selbst wenn sich diese noch in der Gebärmutter befinden.

Hühner Brüterei Küken
© PETA India / AfAR

Tiere sind mit uns auf diesem Planeten – nicht für uns

Wir alle sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der es als normal angesehen wird, dass manche Tiere für uns leiden und sterben müssen. Doch ist es das wirklich? Haben Schweine, Hühner und Rinder nicht ebenso ein Recht auf ein glückliches Leben wie alle anderen Tiere auch? Heutzutage muss keiner mehr Hunger leiden, wenn er auf Produkte tierischen Ursprungs verzichtet. Vegane und somit rein pflanzliche Lebensmittel gibt es in jeden Bioladen oder Supermarkt. Neben Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Reis und Nudeln gibt es heutzutage auch immer mehr vegane Fleisch-, Fisch-, Käse- und Ei-Alternativen. Außerdem versorgt uns eine ausgewogene und gesunde vegane Ernährung mit allen Nährstoffen, die wir brauchen. Wozu also den Umweg über das Leid der sogenannten Nutztiere gehen? Ihr Leben ist nicht weniger kostbar als das Leben eines Hundes oder einer Katze.

Warum Sie mit veganer Ernährung die Umwelt schützen

Wussten Sie, dass 14 bis 18 Prozent der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase von der „Nutztierhaltung“ verursacht werden? Das sind mehr Treibhausgase als der weltweite Verkehr zusammen erzeugt. Aufgrund der vielen Gülle wird unser Grundwasser mit Nitraten und Phosphaten belastet. Doch unser Planet wird nicht nur verschmutzt – es werden auch Wälder abgeholzt und Ressourcen verschwendet: Um das Futter der Schweine, Rinder und Hühner anpflanzen zu können, sind seit 2011 allein in der brasilianischen Savanne und im bolivianischen Amazonasbecken 800.000 Hektar Regenwald abgeholzt worden. Über 90 Prozent des weltweit angebauten Sojas und über 50 Prozent aller Ernten werden als Futtermittel für sogenannte Nutztiere verwendet.

Sommer Salat vegan

Jetzt gesund und vegan durchstarten!

Eine ausgewogene vegane Ernährung ist nicht nur gut für die Tiere und unseren Planeten, sondern senkt auch das Risiko an einem Herzinfarkt oder an einem anderen Leiden zu erkranken. Probieren Sie es einfach mal aus. Auf www.veganstart.de unterstützen wir Sie einen Monat lang dabei, indem wir Ihnen E-Mails mit allen wichtigen Informationen rund um das Thema vegan zuschicken.

Lesen Sie mehr über unser Veganstart-Programm:
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