Für Tierfreunde im besten Alter

Zoo, Zirkus & Co.: Warum Tiere uns nicht unterhalten sollten

Zoo, Zirkus & Co.: Warum Tiere uns nicht unterhalten sollten

Ob in Zirkussen, Zoos, bei Tiershows, in Delfinarien, im Fernsehen oder bei Touristenattraktionen – in der Unterhaltungsbranche werden empfindsame Tiere für den Gewinn ihrer Halter ausgebeutet, gequält und misshandelt. Sie werden getreten, geschlagen, eingesperrt, von Artgenossen isoliert und zu unnatürlichen Kunststücken gezwungen.

Zirkus: Missbrauch in der Manege

Hinter der vermeintlichen Glanz- und Glitzerwelt des Zirkus versteckt sich unglaubliches Tierleid. Hinter dem Vorhang der Manege müssen die Tiere unter schrecklichen Bedingungen leben. Den Großteil ihres Lebens verbringen sie in viel zu kleinen Käfigen, Boxen, Transportwagen oder Gehegen. Die Gefangenschaft und der Mangel an Bewegung und Beschäftigung machen die Tiere psychisch krank. Sie entwickeln oft schwere Verhaltensstörungen wie beispielsweise das ständige Hin- und Herbewegen des Kopfes bei Elefanten. Auch körperliche Krankheiten sind keine Seltenheit bei Tieren im Zirkus. Viele sterben daher viel früher, als es ihre natürliche Lebenserwartung erlauben würde.

Eine noch größere Folter ist das Training für die Tiere. Dieses steht ganz im Zeichen der Gewalt und des Zwangs. Mit Stock und Peitsche, Stichen mit spitzen Haken und Schlägen machen die Dompteure die Tiere „gefügig“ und zwingen sie zu Kunststücken. Diese können den natürlichen Bewegungsabläufen der Tiere enorm widersprechen, sodass es dabei oft zu Fehlbelastungen und auch Krankheiten kommt. Denn kein Elefant ist dafür gemacht, auf seiner Stirn zu stehen. Sowohl Wildtiere wie Löwen oder Zebras als auch domestizierte Tiere wie Pferde oder Hunde werden im Zirkus zu Auftritten bei grellem Licht, lauter Musik und großen Menschenmassen gezwungen.

Zoo: Für immer eingesperrt

In Zoos verbringen die Tiere ihr ganzes Leben lang eingesperrt in einem Gefängnis. Die Zoobetreiber schieben als Begründung dafür vor, sie würden etwas für den Artenschutz tun und den Menschen Wissen über Wildtiere vermitteln. Doch ein Tier, welches im Zoo aufwächst, kann so gut wie nie ausgewildert werden. Die Instinkte von Tigern, Bären, Menschenaffen oder Giraffen verkümmern in Gefangenschaft so sehr, dass sie in freier Natur kaum überlebensfähig wären. Sie sind von den Menschen im Zoo abhängig. Und der Erhalt einer Art, die irgendwann nur noch im Zoo existiert, dient letztlich nur dem menschlichen Interesse.

Auch vermittelt das Anschauen von Wildtieren im Zoo kein brauchbares Wissen über die Tiere, denn sie verhalten sich in Gefangenschaft oft unnatürlich. Als Besucher sieht man verhaltensgestörte und apathische Wildtiere, die sich nicht so verhalten, wie sie es in der Natur würden. Vögel können in Gefangenschaft nicht fliegen, Geparden können nicht schnell und weit rennen und Affen können sich nicht unbeschwert von Ast zu Ast schwingen. Die psychischen Krankheiten, zu denen sie im Zoo neigen, gehen sehr weit – einige Tiere essen ihre eigenen Exkremente oder verstümmeln sich selbst.

TV und Film: Tiere in den Medien

Wenn man sich einen unterhaltsamen Spielfilm oder eine Fernsehsendung anschaut, in denen echte Tiere mitspielen, erkennt man das Leid der Tiere kaum. Doch hinter den Kameras werden Tiere in der Filmindustrie oft misshandelt. Sie werden mit Schlägen, Futterentzug und sogar Elektroschocks gezwungen, sich genauso zu verhalten, wie es die Regisseure wollen. Damit sich die Tiere nicht wehren und keine Schauspieler, Trainer oder andere Akteure verletzen können, werden ihnen oft die Krallen gezogen oder die Zähne geschliffen. Doch besonders für die Tiere sind die Dreharbeiten gefährlich: Es kommt immer wieder vor, dass sie verletzt werden oder sogar bei einem Dreh sterben.

Auch in der Film- und Medienindustrie leben die Tiere zwischen den Auftritten in Gefangenschaft und werden körperlich und seelisch krank. Glücklicherweise setzen immer mehr Filmteams auf die Darstellung von Tieren mittels Computeranimationen und distanzieren sich von der Tierquälerei in der Filmindustrie.

Pferdesport und Kutschfahrten: Eine Tortur für die Fluchttiere

Im Pferdesport werden die sensiblen Fluchttiere beim Springreiten, der Dressur oder Pferderennen systematisch an ihre körperlichen Grenzen gebracht. Die Reiter verlangen Höchstleistungen von den Pferden und behandeln sie wie Sportgeräte. Sie misshandeln die Tiere mit Peitschen, Gerten, Sporen und scharfen Mundstücken, um sie immer schneller voranzutreiben. Sie ziehen die Köpfe der Pferde nach unten, sodass der Hals schmerzhaft überdehnt wird, um ein bestimmtes Kriterium in einem Wettkampf zu erfüllen. Beim Springreiten zwingen sie die Tiere über unnatürlich hohe Hindernisse. Zahllose Pferde werden eingeschläfert, weil sie beim Turnier oder Training gestürzt sind und sich verletzt haben oder die gewünschte Leistung nicht mehr erbringen können.

Auch Pferde, die für Kutschfahrten missbraucht werden, leiden enorm. Sie müssen oft als vermeintliche Attraktion in großen Städten Fahrgäste umherziehen. Dabei müssen die Pferde oft viele Stunden lang bei Wind und Wetter auf hartem Asphalt stehen – selbst bei großer Hitze. Es kommt immer wieder vor, dass die Tiere vor der Kutsche vor Erschöpfung zusammenbrechen. Auch Karnevalsumzüge sind unglaublich stressig für die Fluchttiere.

Tierschutzfallen für Touristen im Ausland

Im Urlaub wollen die meisten Menschen etwas Außergewöhnliches erleben und fremde Kulturen entdecken. Dies machen sich viele Menschen zunutze, indem sie „Attraktionen“ anbieten, bei denen Tiere eingesetzt werden. Sie bieten Fotos mit Wildtieren in Gefangenschaft an oder Ritte auf Eseln, Elefanten oder Kamelen. Leider lassen sich immer wieder Urlauber zu einer solchen Aktion hinreißen. Doch auch hier werden die Tiere durch Gewalt unterdrückt, damit sie keine Gefahr für die Touristen darstellen und sich dem Willen ihrer Peiniger fügen. Beim Elefantenreiten werden die Rüsseltiere beispielsweise kontrolliert, indem man ihnen spitze Eisenhaken in ihre empfindlichen Hautstellen sticht, sie schlägt und ihnen tagelang Wasser, Nahrung und Schlaf entzieht.

Auch die Stierkämpfe in Spanien, Frankreich und Südamerika stellen eine große Tierschutzproblematik dar. Die Touristen werden unter dem Deckmantel der Tradition zu den Veranstaltungen gelockt, bei denen Toreros den Stieren Lanzen und Dolche in den Körper stechen. So lang, bis die Tiere vor Schmerz und Blutverlust zusammenbrechen und unter Qualen sterben.

Auch Meeresparks und Delfinarien sollte kein Tierfreund jemals besuchen. Dort werden Meeressäuger wie Delfine und Orcas in winzige Betonbecken gesperrt, die in keiner Weise ihrem Platzbedarf gerecht werden. Zudem zwingen Trainer sie zu Kunststücken bei lauter Musik und vor einer großen Menge Menschen, was für die Tiere großen Stress bedeutet. Viele Einrichtungen werden sogar als Auffangstation getarnt, um weitere Urlauber und Besucher anzulocken.

Entscheiden Sie sich für tierfreundliche Unterhaltung

Anstatt einen Zoo oder Zirkus zu besuchen, könnten Sie beispielsweise einen Ausflug in ein Museum unternehmen, eine Tierdokumentation anschauen oder bei einem Spaziergang Wildtiere entdecken. Sie können auch mit Ihrem Enkelkind einen Zirkus besuchen, in dem keine Tiere benutzt werden, mit einem Tierheimhund Gassi gehen, einen Lebenshof besuchen, Meisenknödel basteln oder Insekten im eigenen Garten beobachten – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website:

Tiere raus aus dem Zirkus: Peta50plus.de/tiere-zirkus/

Zoo – nein danke! Peta50plus.de/zoo-nein-danke/

Pferdekutschen – Gefahr für Tier und Mensch: Peta50plus.de/pferdekutschen-gefahr-fuer-tier-und-mensch/

Stierkampf in Spanien: Peta50plus.de/stierkampf-in-spanien/

Wussten Sie, dass TUI das Leid von Orcas unterstützt? Peta50plus.de/tui-leid-orcas/