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Tierversuche – alle Informationen zum Tierleid in Versuchslaboren

Tierversuche – alle Informationen zum Tierleid in Versuchslaboren

Genau wie wir Menschen empfinden Tiere Schmerz und Angst. Genau wie wir wünschen sie sich ein Leben in Freiheit. Doch Millionen von Tieren fristen ein trauriges Dasein eingesperrt in kleinen Käfigen, um in „wissenschaftlichen“ Experimenten misshandelt und getötet zu werden. Allein in Deutschland leiden jährlich etwa drei Millionen Tiere in grausamen Versuchen. [1] Reizende Substanzen werden auf ihre Haut und in ihre Augen gerieben. Nahrungs-, Wasser- oder Schlafentzug setzen sie unter enormen psychischen Stress. Sie werden bewusst mit Krankheiten infiziert, vergiftet, gelähmt, verstümmelt, süchtig gemacht, am Gehirn verletzt, zwangsgefüttert, verstrahlt, vergast, mit Elektroschocks gequält und schließlich getötet. [2]

Alle 11 Sekunden stirbt ein Tier in einem deutschen Versuchslabor

In Deutschland leiden nach offiziellen Angaben jedes Jahr fast drei Millionen Tiere in solchen grausamen Experimenten. Alle elf Sekunden stirbt eines der Tiere in einem Versuchslabor. Mäuse, Ratten und andere Kleintiere werden am häufigsten missbraucht, aber auch tausende Affen und Hunde sowie hunderte Katzen leiden in den qualvollen Experimenten. [1]

Und das sind nur die offiziellen Zahlen! In der Tierversuchsindustrie leiden jedoch weitaus mehr Tiere als Statistiken zunächst vermuten lassen, denn nicht jedes gezüchtete Tier weist die gewünschten Merkmale an Geschlecht oder Erbgut für das entsprechende Experiment auf. Zahlreiche Tiere können in Versuchen, für die sie eigentlich vorgesehen waren, daher nicht eingesetzt werden. 2017 wurden nach offiziellen Angaben insgesamt mehr als 2,8 Millionen Tiere für Tierversuche verwendet [3] – 3,9 Millionen Tiere wurden im gleichen Jahr für die Wissenschaft gezüchtet, aber ohne Verwendung getötet. [4]

Tierversuche können Gesundheitsrisiken für Menschen bergen

95 Prozent aller neuen Medikamente, die in Tierversuchen als wirksam und sicher eingestuft wurden, fallen anschließend in klinischen Tests an Menschen durch. [5] Im schlimmsten Fall sind erfolgreich an Tieren getestete Arzneimittel beim Menschen nicht nur wirkungslos, sondern auch extrem gefährlich. Als Beispiele lassen sich verschiedene Arzneimittelskandale wie die Contergan-Katastrophe anführen: Der Contergan-Wirkstoff führte beim Menschen zu spezifischen Missbildungen, die durch Tierversuche kaum vorhersehbar waren. Genauso kann es vorkommen, dass in Tierversuchen Wirkstoffe aussortiert werden, die beim Menschen erfolgreich wären.

Tierfreie Methoden unzureichend gefördert

Obwohl Studien längst nachgewiesen haben, dass Ergebnisse aus Tierversuchen kaum auf den Menschen anwendbar sind, werden diese Experimente mit hohen Summen öffentlicher Gelder finanziert. Mittlerweise gibt es jedoch eine Vielzahl innovativer Forschungs- und Testmethoden, die ganz ohne Tierversuche auskommen. Dazu gehören beispielsweise Tests und Studien mit menschlichen Zellen und Geweben, ganzen Organsystemen im Miniformat oder Computersimulationen. Die Vorteile dieser tierfreien Methoden sind vielfältig: Sie sind nicht nur zeitsparender und günstiger als Versuche mit Tieren, ihre Ergebnisse sind zudem verlässlicher und aussagekräftiger für den Menschen. [6]

Viele tierfreie Methoden werden daher bereits erfolgreich eingesetzt. Doch im Gegensatz zu Tierversuchen werden weit entwickelte und vielversprechende tierfreie Verfahren staatlich kaum gefördert: So werden Tierversuche in Deutschland mit Steuergeldern in Milliardenhöhe finanziert – hingegen mit nur wenigen Millionen Euro. [7]

Was Sie gegen Tierversuche tun können

Tierversuche werden nicht nur im medizinischen Bereich und für Arzneimittel durchgeführt, sondern auch für Produkte, bei denen Konsumenten dies meist nicht erwarten würden. Dazu gehören beispielsweise Tiernahrung für Hunde und Katzen, Reinigungs- und Lebensmittel sowie Kosmetika.

  • Kaufen Sie keine Produkte, die mit Tierversuchen in Verbindung stehen.
  • Informieren Sie Familie, Freunde und Bekannte über das Leid der Tiere in den Versuchslaboren und bitten Sie sie, sich ebenfalls für tierleidfreie Produkte zu entscheiden.

Jetzt Spende verdoppeln lassen

Aktuell haben Sie eine besondere Chance – denn bis zum 31. Oktober 2020 wird Ihre Spende im Rahmen der Challenge „Tierversuche stoppen!“ für PETAs Projekte gegen Tierversuche bis zu einem Gesamtbetrag von 750.000 Euro verdoppelt. Ob 15, 25 oder 50 Euro: Dank der Verdopplung Ihrer Spende leisten Sie einen großartigen Beitrag für ein Ende der Folter in Versuchslaboren. Möchten Sie noch heute helfen?

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Quellen

[1] Bundesministerium für Entwicklung und Landwirtschaft (2018): Verwendung von Versuchstieren im Jahr 2018, https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/versuchstierzahlen2018.html, (eingesehen am 18.09.2020)

[2] RTL.de: Internationaler ‚Tag des Versuchstiers‘ – Alle elf Sekunden stirbt ein Tier in deutschen Laboren, https://www.rtl.de/cms/internationaler-tag-des-versuchstiers-alle-elf-sekunden-stirbt-ein-tier-in-deutschen-laboren-4111609.html, (eingesehen am 21.09.2020)

[3] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2018): Verwendung von Versuchstieren im Jahr 2017, https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tierschutz/versuchstierzahlen2017.html, (eingesehen am 18.09.2020)

[4] ZEIT ONLINE (2020): Millionen Versuchstiere ohne wissenschaftliche Verwendung getötet, https://www.zeit.de/wissen/2020-04/tierversuche-zuechtung-toetung-forschung-labormaeuse, (eingesehen am 18.09.2020)

[5] National Center for Advancing Translational Sciences (NCATS). About NCATS. https://ncats.nih.gov/about. Aufgerufen: 23.04.2020.

[6] Deutscher Tierschutzbund: Alternativmethoden. Tierversuchsfreien Test- und Forschungsmethoden gehört die Zukunft, https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/tierversuche/alternativmethoden/, (eingesehen am 21.09.2020)

[7] Ärzte gegen Tierversuche: Förderung von Tierversuchen und tierversuchsfreier Forschung, https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/allgemeine-infos/statistiken/1331-foerderung-von-tierversuchen-und-tierversuchsfreier-forschung, (eingesehen am 21.09.2020)