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Was tun, wenn der tierische Begleiter zu dick wird?

Was tun, wenn der tierische Begleiter zu dick wird?

Hier ein Leckerli, da ein Bissen vom Tisch – wir alle kennen Situationen, in denen man dem niedlichen Hundeblick des tierischen Begleiters nicht widerstehen kann und ihm eine Kleinigkeit zuschiebt. Natürlich spricht auch nichts gegen tägliche Leckerlis, solange es im Rahmen bleibt und Hund oder Katze ausreichend Bewegung bekommen. Doch zu viel Futter kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen und den tierischen Mitbewohner krank machen.

„Wer seinen Vierbeiner zu oft mit Leckerlis verwöhnt, tut ihm keinen Gefallen“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner. „Viele Halter unterschätzen die schweren gesundheitlichen Folgen, die Übergewicht für ihre Tiere haben kann.“

Zu diesen Folgen gehören unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hauterkrankungen, Blasenentzündungen und Gelenkprobleme – gesundheitliche Beschwerden, vor denen jeder Tierfreund seinen tierischen Mitbewohner natürlich schützen möchte. Lesen Sie in diesem Beitrag, woran Sie erkennen, ob Ihr Tier übergewichtig ist und was Sie tun können, damit Ihr Vierbeiner wieder ein normales Gewicht erreicht.

Ist dieser Hund zu dick?

So erkennen Sie, ob Ihr Vierbeiner abnehmen muss

Ob Ihr Hund oder Ihre Katze zu viel auf den Rippen hat, können Sie ganz leicht ertasten. Sollten die Rippenbögen nur bei stärkerem Druck fühlbar sein, ist die Fettschicht darüber zu dick. Ideal wäre es, wenn die Rippen Ihres Vierbeiners nicht sichtbar, aber bei nur leichtem Druck zu spüren sind.

Betrachten Sie Ihren tierischen Freund auch von der Seite. Ist der Bauch leicht hochgezogen oder hängt er nach unten? Bei Katzen lagert sich besonders im hinteren Teil des Bauches Fett ab. Auch bei Hals und Schultern sollten Sie darauf achten, ob die Haut dort dick und wulstig ist. Bei vielen Tieren sammelt sich außerdem das Fett an der Schwanzbasis und in der Leistengegend.

Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze bereits ohne großes Nachprüfen rund aussieht und keine sichtbare Taille hat, können Sie davon ausgehen, dass das Tier übergewichtig ist.

Sollten Sie sich unsicher sein, besuchen Sie am besten Ihren Tierarzt des Vertrauens.

Mein Tier ist übergewichtig – und nun?

Wie bei uns Menschen liegt das Geheimnis des Abnehmens in einer Kombination aus Ernährungsumstellung und mehr Bewegung. Bevor Sie Ihren tierischen Begleiter jedoch auf eine Diät setzen und sein Futter reduzieren, sollten Sie mit einem Tierarzt sprechen und so sicherstellen, dass einer Diät nicht im Wege steht. Der Tierarzt Ihres Vertrauens kann Ihnen einen Diätplan mit realistischen Zielen erstellen und Empfehlungen zur Dosierung der Nahrungsration geben. Zudem kann er einschätzen, wie viel und in welcher Zeit Ihr tierischer Begleiter abnehmen sollte.

Hund frisst aus Napf

Achten Sie unbedingt darauf, dass dieser Plan eingehalten wird. Auch wenn es schwerfällt – seien Sie unerbittlich, wenn Ihr Hund am Tisch bettelt und geben Sie ihm nichts ab. Auch mit Leckerlis sollten Sie unbedingt sparsam sein und die Menge der Leckerlis vom Futter abziehen. Wenn mehrere Tiere in Ihrem Haushalt leben, füttern Sie diese eventuell in verschiedenen Räumen, sodass keiner beim anderen etwas stibitzen kann. Wiegen Sie die vorgegebene Nahrungsration genau ab.

Damit wäre die Ernährungsumstellung geschafft. Und wie sieht es mit der Bewegung aus? Bei Hunden bedeutet dies ganz klar: lange und ausgedehnte Spaziergänge. Auch Spiele wie das Werfen von Bällen sorgen für mehr Bewegung, und der Hund wird quasi spielend abnehmen. Auch kann das Füttern mit Bewegung kombiniert werden, beispielsweise durch die Futtersuche. Besonders bei Katzen bringt das Werfen von Trockenfutter die Samtpfoten in Bewegung.

Stellen Sie Ihren tierischen Freund während der Diät in regelmäßigen Abständen dem Tierarzt vor, damit nichts schiefgehen kann. Und bedenken Sie: Gesundes Abnehmen braucht Zeit!

Was tun, wenn nichts hilft?

Ihr tierischer Begleiter nimmt trotz aller Bemühungen nicht ab? Halten Sie sich vielleicht nicht konsequent genug an den Ernährungsplan oder verkürzen Sie Spaziergänge bei schlechtem Wetter? Achten Sie genauer darauf, wie streng Sie die Ernährungsumstellung und die Bewegung Ihres Vierbeiners durchsetzen. Vielleicht bekommt er ja doch öfter etwas vom Esstisch ab? Gerade Nahrung, die nicht für Tiere gedacht ist, wie etwa Essensreste, kann für Übergewicht sorgen und macht eine Gewichtsreduktion deutlich schwerer.

Wenn sich trotz Ernährungsumstellung und vermehrter Bewegung nichts an der Gewichtssituation Ihres tierischen Freundes ändert, sollten Sie dringend einen Tierarzt aufsuchen, um weitere Diagnostik einzuleiten.

Dicke Katze

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