Für Tierfreunde im besten Alter

Tierschutzfallen im Ausland: Diese 7 „Attraktionen“ sollten Sie meiden

Tierschutzfallen im Ausland: Diese 7 „Attraktionen“ sollten Sie meiden

Tierattraktionen im Ausland sollen Touristen anlocken – doch meist verbirgt sich hinter solchen Angeboten Tierquälerei. Elefanten, Kamele, Tiger und viele andere Tiere werden oft unter desolaten Bedingungen gehalten und mit Gewalt zur Unterhaltung der Touristen missbraucht. Von Elefantenreiten über Delfinshows bin hin zu Auffangstationen – hier erfahren Sie, welche Angebote im Ausland Sie unbedingt meiden sollten.

1. Elefanten-, Kamel- und Esel-Reiten

In Thailand, Nepal und vielen anderen asiatischen Ländern wird vielerorts Elefantenreiten angeboten. Was man als Tourist jedoch auf den ersten Blick nicht erkennt: Bei den Dickhäutern handelt es sich um schwer misshandelte Tiere. Die Elefanten werden ihren Müttern bereits als Babys entrissen, mit spitzen Elefantenhaken geschlagen und durch tagelanges Anbinden so lange gequält, bis ihr Wille gebrochen ist.

Auch in Ägypten und anderen nordafrikanischen Ländern wiederholt sich diese Tierquälerei. Die Leidtragenden sind dort Kamele, die für Ausritte missbraucht werden. Auch sie werden oft geschlagen und müssen viele Stunden in größter Hitze angebunden ausharren.

Wer auf die griechische Insel Santorin reist, sollte unbedingt Abstand von den dort angebotenen Ritten auf Eseln und Maultieren halten. Die Tiere werden regelrecht als Touristen-Taxis missbraucht und müssen Besucher stundenlang in sengender Hitze steile Treppen hinauftragen. Sie bekommen kaum Trinkwasser, und die schlecht sitzenden Sättel und Trensen schneiden Wunden in die Haut der Tiere.

2. Pferdekutschen

Ob Wien, New York oder Paris – Fahrten in Pferdekutschen werden in nahezu jeder Metropole angeboten. Doch hinter dem vermeintlich romantischen oder nostalgischen Erlebnis verbirgt sich schreckliche Tierquälerei: Pferde sind von Natur aus Fluchttiere, für die das Ziehen von Kutschen durch den hektischen und lärmenden Stadtverkehr großen Stress bedeutet. Auch die Wetterbedingungen setzen den sensiblen Tieren zu – egal, ob bei großer Hitze oder in tiefstem Winter, die Pferde müssen Fahrgäste in jeder Jahreszeit transportieren. Immer wieder brechen Tiere erschöpft vor der Kutsche zusammen. Auch kommt es häufig zu Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern, denn die Fluchttiere erschrecken bereits bei geringen Störungen.

3. Wildtier-Auffangstationen

Eine Wildtier-Auffangstation kümmert sich um verletzte oder hilfsbedürftige Wildtiere. Doch nicht immer ist eine Auffangstation auch vertrauenswürdig – einige Stationen beuten ihre Schützlinge auch für Profit aus. Bitte besuchen Sie daher niemals Auffangstationen, die Shows oder Ritte anbieten, Wildtiere nachzüchten oder die Tiere artwidrig unterbringen.

Auch Orte wie der „Tiger-Tempel“ in Thailand stützen ihr Geschäftsmodell auf die Ausbeutung und das Leid von Tieren. Der Tempel wird als Auffangstation beworben, doch in Wahrheit werden hier Tiger gezüchtet und in kleinen Käfigen gehalten, damit Touristen sich mit ihnen fotografieren lassen können. Besonders die Tierbabys sollen Besucher anlocken, denn diese wollen mit den kleinen Tigern „schmusen“. Ältere Tiere werden aufgrund der hohen Nachfrage nach Körperteilen von Tigern aus China getötet.

4. Tiershows, Zoos und Delfinarien

Viele Zoos, Aquarien und Freizeitparks im Ausland lassen Tiere in fragwürdigen Shows auftreten, um ihre Besucherzahlen zu steigern. Doch die Tiere werden unter Zwang und mit Gewalt dazu gebracht, unnatürliche Kunststücke vorzuführen – es kommt sogar immer wieder vor, dass sie vor den Augen der Besucher geschlagen werden. Auch die Unterbringung der Tiere ist meist beengt und alles andere als artgerecht. So leben die Meeressäuger in Delfinarien in winzigen Betonbecken, während der weite Ozean direkt vor ihrer Nase liegt. In vielen Ländern gibt es keine Tierschutzgesetze gegen den Missbrauch und die schlechte Haltung der Tiere.

5. Fotoshootings mit exotischen Tieren

Besonders in Asien und Lateinamerika trifft man in Touristenhochburgen immer wieder Menschen an, die kleine Äffchen, Tiger- und sogar Elefantenbabys mit sich führen und Urlauber zu einem Fotoshooting animieren wollen. Hinter diesen Angeboten steckt immer Tierquälerei. Die Tierkinder werden häufig ihren Müttern entrissen, leben in konstanter Anbindung und werden permanent herumgereicht. Für die sensiblen Wildtiere bedeutet der nahe Kontakt zu Menschen puren Stress. Einigen Tieren werden zudem die Krallen entfernt und die Zähne geschliffen, damit sie die Touristen nicht verletzen können; anderen werden Beruhigungsmittel verabreicht. Viele Tiere sterben verfrüht aufgrund der Strapazen und der unzureichenden Versorgung.

6. Stierkämpfe

Wenn Sie Spanien, Frankreich oder ein lateinamerikanisches Land besuchen, gehen Sie bitte niemals zu einem Stierkampf. Unter dem Deckmantel der Tradition werden Stiere bei solchen Veranstaltungen in einer Arena so lange mit Dolchen und Lanzen verletzt, bis sie vor Erschöpfung und Blutverlust zusammenbrechen und qualvoll sterben. Mit bunten Kostümen wird aus dieser schrecklichen Tierquälerei eine regelrechte Show gemacht. Da die Existenz vieler Arenen unmittelbar von den Besucherzahlen abhängt, kann jede nicht gekaufte Eintrittskarte dazu beitragen, dass dieses Tierleid endet.

7. Landesküche

Wer ein fremdes Land besucht, möchte oftmals die Landesküche und ihre Spezialitäten kennenlernen. Doch Vorsicht: Hinter einigen vermeintlichen Köstlichkeiten verbirgt sich großes Tierleid, beispielsweise bei der in Frankreich als Spezialität beworbenen Stopfleber, auch Foie gras genannt. Hierfür erleiden Gänse eine wahre Tortur, bei der ihnen Rohre in den Hals gesteckt werden, über die sie zwangsernährt werden. Ist ihre Leber groß genug, wird ihnen im Schlachthof die Kehle aufgeschlitzt. In manchen asiatischen Ländern wiederum werden Tintenfische und andere Meerestiere bei lebendigem Leib gegessen. Auch wenn die Tiere nicht schreien können: An ihrem verzweifelten Winden und Zucken erkennt man deutlich, welche Schmerzen sie bei diesem grausamen Mahl erleiden.

Doch auch abgesehen von solchen grausamen „Spezialitäten“ sollten Sie sich auch im Urlaub grundsätzlich für pflanzliche Gerichte und Lebensmittel entscheiden. Denn hinter jedem Stück Fleisch, Käse oder Fischfleisch steckt großes Tierleid und ein Lebewesen, das nicht für eine Mahlzeit sterben wollte.

Was Sie tun können

Informieren Sie Freunde und Ihre Familie über die sogenannten Tierattraktionen im Ausland und empfehlen Sie stattdessen tolle Unternehmungen, für die kein Tier leiden muss. Klären Sie vor Ort auch andere Urlauber auf, denn nur, wenn kein einziger Tourist mehr Geld für solche Aktionen bezahlt, wird sich das Leben der Tiere verändern.