Viele Menschen können sich unter dem Begriff „Speziesismus“ nichts vorstellen. Den meisten ist nicht bewusst, woher das Wort kommt, was es bedeutet und welche grundlegende Problematik damit verbunden ist. Daher greift ein neues PETA-Video die Thematik nun mit einer gängigen Alltagssituation auf – beim gemeinsamen Spieleabend einer vierköpfigen Familie. Während Mutter, Vater und Sohn mit dem Konzept des Speziesismus noch nicht vertraut sind, weiß die Tochter bzw. Schwester über die diskriminierende Denkweise Bescheid und öffnet den anderen die Augen.

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Was ist Speziesismus eigentlich?

Menschen nutzen Tiere nach ihrem eigenen Ermessen, ohne die Bedürfnisse der Lebewesen zu berücksichtigen. Dieses diskriminierende Vorgehen und das damit verbundene Denkmuster wird als Speziesismus bezeichnet. Menschen „nutzen“ Tiere und beuten sie nach ihrem Willen aus, weil sie denken, den Lebewesen einer bzw. aller anderen Spezies überlegen zu sein. Wir Menschen handeln speziesistisch, wenn wir fühlende Lebewesen als Nahrungsmittel, Unterhaltungsobjekte , Forschungsgegenstände und Kleidungsmaterialien klassifizieren und ihnen ihren Status als Lebewesen mit eigenem Willen und eigenen Wünschen aberkennen. So werden Kälber entsprechend dem „Nutzen“, den wir Menschen ihnen willkürlich zuordnen, gehäutet; Küken werden vergast, Schweinen wird im Schlachthof die Kehle durchtrennt – obwohl sich jedes dieser Tiere nichts weiter als ein friedliches Leben in Freiheit wünscht – genau wie wir Menschen. Der Mensch denkt vielleicht, dass er intelligenter ist, aber wir sind nicht-menschlichen Tieren nicht überlegen.

Willkürliche Einteilung von Tieren nach ihrem „Nutzen“

Haustiere“ wie Katzen und Hunde werden gestreichelt – „Nutztiere“ wie Schweine, Kühe, Hühner und Fische hingegen werden ausgebeutet, getötet und gegessen. Diese diskriminierende Haltung gegenüber bestimmten Tieren wird uns bereits ab der frühen Kindheit eingeschärft. Doch die Klassifikation von Tieren nach ihrem jeweiligen „Nutzen“ für uns ist menschengemacht und willkürlich. Warum werden wir wütend, wenn Menschen in anderen Ländern Hunde essen, obwohl wir selbst Kühe töten und als Rindersteak auf dem Grill zubereiten? Warum spenden wir für Tierheime, während wir Daunenjacken tragen, für deren Federn Gänse lebendig gerupft wurden?

Ganz gleich, ob Katze, Maus, Fische, Schafe, Schweine oder Rehe: Alle Tiere sind empfindsame Lebewesen, die ein Recht auf ein Leben in Freiheit haben. Tiere sind wie wir, auch wenn wir Menschen das oft nicht wahrhaben wollen. Genau wie wir trauern auch sie um ihre verstorbenen Verwandten und Freunde, genau wie wir schließen viele von ihnen lebenslange Partnerschaften, genau wie wir sorgen sie sich liebevoll um ihren Nachwuchs.

Was Sie tun können

Wenn Sie gegen Speziesismus vorgehen möchten, sollten Sie sich für eine tierfreundliche Lebensweise entscheiden:

  • Werden Sie vegan und unterstützen Sie keine Tierausbeutung.
  • Erkennen Sie Tiere als fühlende Lebewesen an, die es verdient haben, mit Mitgefühl.
  • Klären Sie Familie, Freunde und Bekannte über die speziesistische Behandlung von Tieren auf und bewegen Sie sie damit zum Nachdenken.

Informieren Sie sich weiter über das Thema Speziesismus: Auf unserer Website finden Sie alle wichtigen Informationen und nützliche Tipps für den Einstieg in ein veganes Leben ohne Tierleid.