Für Tierfreunde im besten Alter

Warum der Schutz von Tieren, Menschen & Umwelt zusammengehört

Warum der Schutz von Tieren, Menschen & Umwelt zusammengehört

Der Schutz der Tiere schließt den Schutz der Menschen und der Umwelt keinesfalls aus: Wer tierfreundlich lebt, trägt sogar aktiv zum Kampf gegen die Umweltzerstörung und den Hunger in der Welt bei. Wir erklären die Zusammenhänge.

Umweltzerstörung und Klimawandel

Die Tierwirtschaft zählt zu den Hauptverursachern unserer Umweltkrise, denn sie erzeugt unvorstellbar große Mengen der drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas sowie des Umweltgifts Ammoniak. Allein die fünf größten Fleisch- und Milchkonzerne erzeugen mehr CO2-Emissionen als multinationale Ölkonzerne. [1] Daneben ist die landwirtschaftliche Tierhaltung einer der größten Wasserverbraucher. Für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch etwa werden bis zu 15.000 Liter Wasser verwendet. [2] Zudem bedroht die enorme Flächennutzung und die damit einhergehende Abholzung im Regenwaldgebiet für die Tierwirtschaft die Artenvielfalt des Amazonas-Gebiets. [3] Die Umstellung auf eine vegane Lebensweise ist daher ein konsequenter Schritt, um das Klima zu schützen.

kuhstall

Welthunger und Lebensmittelknappheit

Unzählige Menschen weltweit haben nicht genug zu essen. Gleichzeitig gibt es heute genügend Nahrungsgüter auf der Welt, um die gesamte Menschheit angemessen ernähren zu können. Allein in der EU werden so große Mengen an Fleisch konsumiert, dass die benötigten Futtermittel, wie etwa Getreide, nicht nur in der EU angebaut, sondern zum großen Teil importiert werden müssen – größtenteils aus Regionen, in denen Menschen Hunger leiden.

Um 1 kg Fleisch zu „produzieren“, müssen Tiere durchschnittlich 7 kg Nahrung zu sich nehmen. [4] Je mehr tierische Produkte wir also konsumieren, desto weniger Menschen können wir demnach ernähren. Würde das angebaute Getreide direkt zu Nahrungsmitteln für die Menschen verarbeitet werden, könnte man 4 Milliarden mehr Menschen ernähren. [5]

Tierleid und Tierausbeutung

In der Landwirtschaft werden Tiere wie reine Produktionsmaschinen behandelt. Hühner, Rinder und Schweine werden derart überzüchtet, dass sie krank werden. Die Tiere verbringen ihr kurzes Leben in überfüllten Ställen mit tausenden Artgenossen, sodass sie sich oftmals kaum umdrehen können. Viele können zum ersten Mal in ihrem Leben frische Luft atmen oder das Sonnenlicht sehen, wenn sie in einen Transporter getrieben und zum Schlachthof gefahren werden. Diese meist stundenlange Fahrt ist für die Tiere ein einziger Albtraum – oft unter klimatisch extremen Bedingungen und ohne Nahrung oder Wasser. Im Schlachthaus angekommen werden sie kopfüber aufgehängt und ihre Kehle wird oftmals bei vollem Bewusstsein aufgeschlitzt. Auch Hühner aus der Eierproduktion und Kühe aus der Milchindustrie erwartet nach nur wenigen Lebensjahren der Tod im Schlachthof.

Schweinemast Holzekamp

Was jeder Einzelne tun kann

Je mehr tierische Produkte wir konsumieren, desto mehr Tiere leiden, desto weniger Menschen können wir ernähren und desto mehr zerstören wir unsere Erde. Es ist also nahezu paradox, für den Schutz unseres Planeten und unserer Mitmenschen einzutreten und gleichzeitig auf Rührei, Milchkaffee und Schinken zu bestehen. Denn auch wenn der Biss ins Schinkenbrot zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen zeigt, dürfen wir die gravierenden Folgen nicht unterschätzen.

Der Umstieg auf eine vegane Lebensweise ist die effektivste Möglichkeit, Gutes für unsere Mitgeschöpfe, unsere Mitmenschen und unseren Planeten zu tun!

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Quellen

[1] TAZ (18.07.2018): Fleisch und Milch ruinieren das Klima, https://taz.de/CO2-Emissionen-hoeher-als-bei-Oelmultis/!5522650/, (eingesehen am 12.06.2020)

[2] WWF (2016): Factsheet, Umweltgerecht essen – der Erde zuliebe, https://www.wwf.ch/sites/default/files/doc-2017-09/2016-06-lehrmittel-faktenblatt-ernaehrung.pdf, (eingesehen am 12.06.2020)

[3] Süddeutsche Zeitung (06.02.2019): Tödlicher Hunger auf Fleisch, https://www.sueddeutsche.de/wissen/artensterben-tiere-aussterben-fleisch-jagd-1.4319893, (eingesehen am 12.06.2020)

[4] Albert Schweizer Stiftung (01.11.2016): Das steckt hinter einem Kilogramm Rindfleisch, https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/1-kg-rindfleisch, (eingesehen am 12.06.2020)

[5] Planet Wissen (09.09.2019): Was kann der Einzelne tun?, https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/wirtschaft/kampf_um_nahrungsmittel/pwiewaskanndereinzelnetun100.html, (eingesehen am 12.06.2020)