Für Tierfreunde im besten Alter

Tierquälerei auf Santorin: Esel und Maultiere als Taxis missbraucht

Tierquälerei auf Santorin: Esel und Maultiere als Taxis missbraucht

Die griechische Urlaubsinsel Santorin ist ein beliebtes Reiseziel für Jung und Alt. Hier genießt man das südliche Klima, bestaunt die weißen Häuser mit den blauen Kuppeln und die Kraterlandschaft der Vulkaninsel. Doch Santorin ist leider nicht nur ein herrlicher Urlaubsort, sondern auch Schauplatz schrecklicher Tierquälerei.

Esel und Maultiere als Taxis missbraucht

Kreuzfahrtschiffe bringen regelmäßig Touristen in den Hafen der Stadt Firá, die nun als Tagesgäste die Insel kennenlernen wollen. Das machen sich skrupellose Eselführer zunutze, die mit sogenannten Eselritten Geld verdienen – sehr zum Leidwesen der Tiere. Etwa 100 Esel und Maultiere werden mehrmals am Tag gezwungen, als „lebende Taxis“ die rund 500 rutschigen Stufen hoch- und runterzulaufen und Touristen die lange und steile Treppe zur Altstadt hinaufzubefördern. Die Eselführer schlagen oft brutal mit Stöcken auf die erschöpften Tiere ein; unerfahrene Reiter malträtieren die leidenden Tiere zusätzlich.

Kein Wasser, kaum Schatten

Zwischen den beschwerlichen Ritten stehen die Esel und Maultiere oft stundenlang angebunden in der prallen Sonne, ohne Zugang zu Wasser. Zwar gibt es an den Stationen oben und unten jeweils einen Wasserbehälter, jedoch gelangen die angebundenen Tiere dort nicht hin. Die Temperaturen auf Santorin liegen meist bei über 40 Grad. Immer wieder versuchen die Esel und Maultiere verzweifelt, an der kühlenden Felswand wenigstens kurz Schutz im Schatten zu finden. Meist sind die Tiere auch zu kurz angebunden, um die permanent lästigen Fliegen zu vertreiben.

Wunden und blutige Verletzungen

Schlecht sitzende Sättel und provisorische Sattelgurte aus Plastikschläuchen fügen den Tieren Verletzungen zu. Sie scheuern auf der empfindlichen Haut der Esel und Maultiere, sodass es zu Hautveränderungen wie wunden Stellen und sogar offenen, blutenden Wunden am Bauch sowie am Schweifansatz kommt. Einige Tiere haben Augenverletzungen, andere werden gezwungen, enge Maulkörbe aus Draht zu tragen, an denen sie sich verletzen können.

Es gibt tierfreundliche Alternativen

Leider entscheiden sich immer noch viele Touristen für den Ritt auf einem Esel oder Maultier, obwohl es unweit der Treppe sogar eine Seilbahn gibt, mit der man bequem und ohne Tierquälerei den Berg hinaufgelangt.

Tierfreunde, die sich dafür entscheiden, die Treppen zu Fuß zu erklimmen, geraten immer wieder in gefährliche Situationen, wenn der Eselzug an ihnen vorbeiläuft. Die Tiere werden von ihren Führern so rücksichtslos angetrieben, dass sie Touristen zur Seite drängen, treten und fast umrennen. 2015 wurde eine Frau sogar von einem Esel auf Santorin zu Tode getrampelt.

Tierschutzgesetze werden nicht eingehalten

2018 führte das griechische Ministerium für ländliche Entwicklung ein neues Gesetz ein, nach dem Touristen über 100 Kilogramm Körpergewicht nicht mehr auf den Eseln und Maultieren reiten dürfen. Leider verringert dies das Leid der Tiere nicht, denn wie zahlreiche weitere Tierschutzgesetze wird auch diese Vorschrift auf Santorin nicht eingehalten. In Griechenland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Tiere vor der Sonne geschützt und ausreichend mit Wasser und Nahrung versorgt werden müssen, doch die Bestimmungen werden weder eingehalten noch durch die Behörden kontrolliert. Nur ein Verbot des grausamen Eselreitens kann das Leid der Tiere beenden.

Was Sie tun können

  • Bitte reiten Sie niemals auf einem Esel oder Maultier und nehmen Sie nie an einer sogenannten Touristenattraktion teil, bei der Tiere misshandelt werden. Nutzen Sie lieber tierfreundliche Transportmittel wie Seilbahnen oder gehen Sie zu Fuß.
  • Unterzeichnen Sie unsere Petition für ein Ende des grausamen Eselreitens auf Santorin. Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, das Leid der Tiere auf Santorin zu beenden.

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