In den kalten Monaten des Jahres sorgen Minustemperaturen und Schnee für traumhafte schneebedeckte Winterlandschaften – aber auch für vereiste Straßen und glatte Gehwege. Vierbeiner, die in der Stadt leben, leiden in diesen Wochen besonders unter Streusalz und spitzem Splitt. In der nasskalten Winterzeit brauchen Hundepfoten daher besondere Pflege. Mit den folgenden Tipps kommt Ihr Hund sicher und mit gut gepflegten Pfoten durch die frostige Jahreszeit.

Die 5 besten Tipps für Schutz und Pflege empfindlicher Hundepfoten im Winter

1. Die Pfoten vor dem Spaziergang eincremen

Vor dem Spaziergang sollten die Pfoten des Hundes mit einer geeigneten Pfotenschutzcreme einmassiert werden. Schnee, Eis und vor allem Streusalz und -splitt strapazieren die sensiblen Ballen der Vierbeiner. Durch eine Massage mit einer fettenden Creme oder veganer Bio-Vaseline wird Wasser abgewiesen, die Ballen werden weicher und belastbarer. Salz, Splitt, Schnee und Eis können sich schlechter zwischen den Zehen festsetzen. Zudem reißen gut eingecremte Pfoten seltener auf und werden nicht so schnell spröde. Das Eincremen schützt die Pfoten somit vor Entzündungen und Schmerzen. Nach dem Spaziergang sollten die Rückstände zu Hause mit warmem Wasser wieder abgespült werden.

2. Die Pfoten kontrollieren und bei Bedarf das Fell zwischen den Ballen stutzen

Wenn Ihr Hund während des Spaziergangs stehen bleibt und nicht mehr weitergehen möchte, kommuniziert er, dass eventuell das Laufen für ihn gerade unangenehm ist. Vor allem im Winter ist es ratsam, die Pfoten des Hundes regelmäßig zu kontrollieren und alle Fremdkörper direkt zu entfernen. Bei der Bewegung im Schnee entwickeln sich nämlich oft Eiskristalle, die bei dichtem Fell nicht von alleine abfallen. Diese Schneeklumpen können sich auch in den Haarbüscheln zwischen den Ballen bilden. Wenn Ihr Hund seine Pfoten schüttelt oder versucht, sich die Vereisungen zwischen den Pfoten selbst rauszubeißen, hat er möglicherweise Schmerzen oder empfindet Unwohlsein. Festgefrorene Eiskristalle sollten nicht gewaltsam entfernt werden, sondern möglichst mit Körperwärme – durch kurzes Handauflegen – zum Schmelzen gebracht werden. Dem Entstehen dieser Klumpen können Sie vorbeugen, indem Sie vor dem Spazieren das längere Fell zwischen den Zehen und um den Ballen herum vorsichtig kürzen.

3. Geeignete Wege gehen

Gehen Sie mit Ihrem Hund, falls möglich, auf Wald- und Feldwegen spazieren. Diese Wege sind meistens nicht gestreut und daher für den Hund angenehmer als glatte oder gestreute Bürgersteige in der Stadt.

4. Hundeschuhe für besonders empfindliche Pfoten

Wenn Hunde besonders sensibel sind oder bereits entzündete Pfoten haben, können spezielle Hundeschuhe helfen. Allerdings mögen nicht alle Hunde eine solche Bekleidung. Deswegen sollten Sie vor dem Spaziergang ausprobieren, ob Ihr Vierbeiner mit Hundeschuhen zurechtkommt. Um das zu testen, können Sie ihm Kindersocken anziehen und ihn zuhause damit herumlaufen lassen: Versucht er, die Söckchen direkt loszuwerden, mag Ihr Hund vermutlich auch keine Hundeschuhe – wenn er die Socken jedoch akzeptiert, sind Hundeschuhe für Ihren Vierbeiner vielleicht eine Option. Wenn die Pfoten Ihres Hundes bereits gereizt sind und er sich mit solchen Schuhen nicht anfreunden kann, sollten Sie mit Salz gestreute Wege gänzlich meiden.

5. Die Pfoten nach dem Spaziergang baden und pflegen

Streusalz verursacht an den ungeschützten Ballen der Hunde oftmals ein Brennen, sodass den Tieren der Spaziergang wenig Freude bereitet. Ohne ein lauwarmes Pfotenbad nach dem Spazieren lecken die Tiere das Streusalz zuhause oftmals von den Ballen ab, was zu Magenproblemen führen kann. Außerdem trocknet das Salz die Ballenhaut aus, wodurch schmerzhafte Risse entstehen können. Spitzer Splitt und Eiskanten setzen den angegriffenen Pfoten zusätzlich zu. In einem höchstens lauwarmen Wasserbad können Streureste und Eis ganz leicht entfernt werden. Seife ist in der Regel nicht notwendig. Nach dem Bad sollten Sie die Pfoten mit einem weichen Mikrofasertuch oder Handtuch gründlich abtrocknen. Massieren Sie die strapazierten Ballen Ihres Vierbeiners anschließend mit einer pflegenden Salbe, die zudem Feuchtigkeit verleiht.

Eine gute Pfotenpflege im Winter ist wichtig für die Gesundheit Ihres Vierbeiners. Nässe und Kälte strapazieren die Pfoten unserer tierischen Mitbewohner, aufgeraute und harte Ballen sind ein Risiko für Entzündungen und Schmerzen. Vor allem Hunde sind in dieser Zeit besonders auf die Fürsorge ihrer Halter angewiesen.

Darauf sollten Sie im Winter zusätzlich achten

  • Hundefreunde sollten darauf achten, dass ihre Vierbeiner keinen Schnee essen. Im Schnee sind neben Giftstoffen aus der Luft oft auch Anteile von Streusalz enthalten, die gefährliche Brechdurchfälle hervorrufen können. Bei empfindlichen Hunden kann der kalte Schnee zu einer Magenschleimhautentzündung führen.
  • Mittelgroße und große Hunde kommen mit Kälte gut zurecht; großen und gesunden Hunden kann der Schnee nichts anhaben, weil sie im Normalfall ein dickes Winterfell mit wärmender Unterwolle haben. Kleinere Vierbeiner haben da oftmals größere Probleme: Sie frieren leichter und sind schlechter geschützt, weil sie näher am kalten Boden sind, oft hängt ihr Bauch nur knapp über der Schneedecke. Stellen Sie daher sicher, dass ihre tierischen Mitbewohner nicht frieren und schützen Sie sie gegebenenfalls mit einer wärmenden Jacke.
  • Um Ihren Hund in der dunklen Jahreszeit zu schützen, können Sie ihm ein LED-Halsband anlegen.
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