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5 faszinierende Fakten über Menschenaffen

5 faszinierende Fakten über Menschenaffen

Die Welt der Menschenaffen mag der unseren auf den ersten Blick fern erscheinen, dabei ist sie ihr in Wahrheit so nah. Erfahren Sie mehr über diese faszinierenden Tiere.

1. Wir sind Teil derselben Familie

Biologisch gesehen ist der Mensch ein Tier, und er gehört wie Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans zur Familie der Menschenaffen oder Hominiden. Mit unseren tierischen Familienmitgliedern teilen wir circa 98 Prozent unserer DNA, haben also viel mehr gemeinsam, als man zunächst denken könnte.

2. Sie sind soziale Wesen

Ganz ähnlich wie wir leben die meisten Menschenaffen in komplexen sozialen Gruppen – sogar der als Einzelgänger bekannte Orang-Utan kehrt immer wieder zu seinen Artgenossen zurück. Vergleicht man etwa den Lebensweg eines Gorillas mit dem eines Menschen, dann zeigen sich noch mehr erstaunliche Parallelen: Eine Gorilla-Schwangerschaft ist mit rund 37 Wochen fast so lang wie die eines Menschen (1). Gorilla-Babys kommen mit rosafarbener Haut und kaum behaart auf die Welt. Als Kinder sind Gorillas verspielt und necken sich gegenseitig. Mit etwa 12 Jahren kommen männliche Gorillas in die Pubertät und gründen schließlich selbst Familien. Sie werden rund 35 bis 40 Jahre alt.

3. Sie begreifen ihre Umwelt

Ein besonderes Merkmal von uns Menschenaffen aus der Ordnung der Primaten: Wir haben einen Daumen, der es uns erlaubt, Dinge zu greifen. Wie auch wir Menschen haben Gorillas, Bonobos, Schimpansen und Orang-Utans Werkzeuge entwickelt, um sich ihr Leben zu erleichtern. So entdeckte die bekannte Forscherin Jane Goodall schon vor 60 Jahren, dass Schimpansen Blätter als eine Art Löffel benutzen, um sich Termiten in den Mund zu schaufeln. Außerdem haben sie das Prinzip von Hammer und Amboss vermutlich lange vor den Menschen entdeckt und verwenden flache Steine als Unterlage, auf das sie etwa harte Früchte legen, um sie mit einem zweiten Stein zu zerschlagen. Sogar einen Schwamm aus zusammengepressten Blättern haben sie entwickelt, um damit Wasser aus schwer erreichbaren Baumlöchern zu saugen. Ganz schön clever, unsere Verwandten.

Menschenaffe im Zoo Wuppertal

4. Sie kommunizieren auf hohem Niveau

Wie wir Menschen besitzen auch andere Menschenaffen ein großes Repertoire an Lauten und Gesten, um miteinander zu kommunizieren. Erstaunlich: Auch wenn sie unsere Sprache nicht sprechen, verstehen wir viele ihrer Signale intuitiv. So strecken etwa Schimpansen die Arme nach Gruppenmitgliedern aus, um eine Umarmung einzufordern, oder knabbern suggestiv an Blättern, wenn sie ihre Paarungsbereitschaft zeigen wollen. Wie bei uns kommt es allerdings auf den Kontext an. So kann ein leichtes Anstupsen mit der Hand je nach Zusammenhang als „Komm her“ oder „Geh weg“ verstanden werden. Und auch die säuglingsähnlichen Laute, die Bonobos von sich geben, können wie bei menschlichen Babys ein Zeichen für Hunger, Müdigkeit oder Angst sein.

5. Sie können vor Trauer sterben

Wenn man sich anschaut, wie liebevoll Menschenaffen miteinander umgehen, dann erstaunt es kaum, dass ihnen der Tod eines Angehörigen sehr nahegeht. Gorillas sind dafür bekannt, Rücksicht auf ältere Familienmitglieder zu nehmen, indem sie etwa das Tempo einer Wanderung verringern. Nach dessen Tod bleiben sie manchmal noch einen Tag bei ihrem Gruppenmitglied und halten eine Art Totenwache. Auch bei Schimpansen wird immer wieder ein ähnliches Trauerverhalten beobachtet. Sie trauern oft lange und intensiv und scheinen sich vor allem bei plötzlichen Todesfällen schwer damit zu tun, den Verlust zu akzeptieren. Jane Goodall hat sogar beobachtet, dass Schimpansenkinder nach dem Tod der Mutter den Lebenswillen verlieren und vor Trauer sterben können.

Was Sie tun können

Helfen Sie uns jetzt, denn noch immer leben rund 500 Menschenaffen in 36 deutschen Zoos. Wie wir leiden die Tiere unter der Gefangenschaft. Sie werden ihres natürlichen Umfelds beraubt, verbringen Tag für Tag in Langeweile und Stress und verzweifeln darüber oft so sehr, dass sie sich selbst die Haare herausreißen. Unterschreiben Sie bitte jetzt unsere Petition an das Landwirtschaftsministerium, um dieses Leiden durch ein Zucht- und Nachstellverbot zu beenden – damit die Haltung von Menschenaffen in Zoos mittelfristig ausläuft.

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[1] https://www.wwf.at/de/gorilla-mensch-aehnlichkeit/?useMobile=true

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