Für Tierfreunde im besten Alter

Warum ein Mähroboter leider gar keine gute Idee ist

Warum ein Mähroboter leider gar keine gute Idee ist

Vielleicht haben auch Sie Nachbarn oder Freunde, die sich einen Mähroboter kaufen wollen. Möglicherweise spielen Sie auch selbst mit dem Gedanken, sich die Gartenarbeit auf diese Weise zu erleichtern. Was Sie möglicherweise nicht wissen: Mähroboter verletzen und töten – oftmals unbemerkt – ganze Igelfamilien!

Ab Mitte Oktober ist das Nahrungsangebot für Igel stark eingeschränkt. Gleichzeitig beginnen die Tiere mit der Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Da kommt ein wilder Garten mit hochgewachsenen Pflanzen und herumliegendem Laub gerade recht. Doch gerade in ungemähtem Grün laufen sie Gefahr, von einem vollautomatischen Mähroboter überrascht zu werden. Während andere Tiere bei Gefahr flüchten, rollt sich der Igel ein und stellt sich tot. So wird er leicht zum Opfer. Unzählige Igel wurden auf diese Weise bereits schwer verletzt und getötet. Stirbt eine Igelmama, so verhungert auch ihr Nachwuchs oder wird auf die gleiche Weise getötet. Ganze Igelfamilien können auf diese Weise ausgelöscht werden, ohne dass Gartenbesitzer überhaupt etwas davon mitbekommen. Schwer verletzte Tiere werden oftmals nicht gefunden und müssen tagelang leiden. Auch Insekten, andere Wirbellose, Amphibien, Reptilien, Jungvögel und viele weitere Tiere können den Mährobotern zum Opfer fallen.

Das können Sie tun, um den Igeln und anderen Tieren zu helfen

Um Igel und andere Tiere in Ihrem Garten willkommen zu heißen, verzichten Sie einfach darauf, Ihren Rasen zu trimmen, und lassen Sie auch die Laubhäufen liegen, damit sich die Igel darin verstecken können. Da Igel in vielen Bundesländern bereits jetzt auf der Vorwarnliste der gefährdeten Tierarten stehen, sollten wir also alles menschenmögliche unternehmen, um ihnen zu helfen.

Sollten Sie einen geschnittenen Rasen bevorzugen, so setzen Sie auf manuelle Gartenpflege. Das hält körperlich fit, vermeidet Lärm und rettet womöglich Tierleben.

Klären Sie außerdem Ihr Umfeld über die möglichen Folgen von Mährobotern auf.

Sollten Sie einen bereits verletzten Igel finden, so wenden Sie sich an das deutschlandweite Igelnetzwerk Pro Igel.

Wenn Sie noch einen Schritt weitergehen wollen, so appellieren Sie an das Bundesumweltministerium, die Hersteller solcher Geräte zu verpflichten, die Käufer über die Gefahren für Kleintiere aufzuklären: poststelle@bmu.bund.de. Warnhinweise auf der Verpackung würden möglicherweise viele Käufer vom Kauf eines solchen Gerätes abhalten. Auch ein Nachtfahrverbot für Mähroboter wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Igel auf Rasen

Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Auf https://peta50plus.de/tipps-tiere-herbst-helfen/ finden Sie weitere Informationen, wie Sie den Tieren im Herbst helfen können.

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