Vorsicht: So verlockend es auch sein mag, dem vorwurfsvollen Blick der Hundeaugen zu entgehen oder dem bittenden Stupsen der Katzenpfote am Essenstisch nachzugeben – achten Sie immer darauf, welche Lebensmittel Sie Ihren tierischen Mitbewohnern als „Nascherei“ reichen. Neben der Menge an sich können manche für den Menschen ungefährliche Nahrungsmittel bei tierischen Mitbewohnern Vergiftungserscheinungen hervorrufen. [1]

10 Lebensmittel, die für Hunde und Katzen giftig sind:

 

1. Alkohol

Alkohol in Getränken oder in Lebensmitteln ist nicht nur für Menschen schädlich – das Zellgift kann schon in geringen Dosen gefährlich für Katzen und Hunde werden. Neben Symptomen wie einem Abfall des Blutzuckers, des Blutdrucks und der Körpertemperatur kann Alkohol bei Hunden und Katzen zu Erbrechen, Anfällen, Atemstillstand, Koma oder in besonders kritischen Fällen sogar zum Tod führen.

2. (Roher) Hefeteig

Die in Brotteig enthaltenen lebenden Hefepilze können dazu führen, dass sich der Magen von Hunden und Katzen durch die entstehenden Gase ausdehnt. Wenn die Hefepilze gären, entsteht aus Stärke und Zucker Kohlendioxid und Alkohol. Die warme und feuchte Umgebung des Magens fördert den Gärungsprozess, kann die Magenwand lebensbedrohlich überdehnen.

3. Auberginen, Paprika und Tomaten

Nachtschattengewächse sollten besser nicht angeboten werden – weder roh noch gekocht. In ihnen ist teilweise Solanin enthalten, das zu Brechdurchfall bis hin zur Beeinträchtigung der Hirnfunktionen führen kann. Die giftige chemische Verbindung ist vor allem in den grünen Pflanzenteilen enthalten. Ausnahme: Gekochte Kartoffeln sind für Hunde und Katzen sehr gut verdaulich.

4. Avocados

Die Früchte enthalten Persin, das für Menschen zwar ungefährlich, für Tiere jedoch schädlich ist. Das Toxin kann zu massiven Herzmuskelschäden führen.

5. Trauben und Rosinen

Schon kleine Mengen können bei Hunden akutes Nierenversagen hervorrufen. Vorsicht auch bei Trester, der beim Pressen frischer Weintrauben übrig bleibt und häufig in Weinbergen zu finden ist.

6. Schokolade

In Kakao ist Theobromin enthalten, das zu Brechdurchfällen und Krampfanfällen bis hin zum Tod führen kann. Für einen Hund mit zehn Kilogramm Körpergewicht ist eine Tafel dunkle Schokolade unter Umständen tödlich. Theobromin wird vom tierischen Organismus nur sehr schlecht abgebaut. Auch das tägliche Stückchen ist ein Risiko: Der Stoff lagert sich im Körper immer weiter ein.

7. Macadamia-Nüsse

In gemahlenem Zustand können 20 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht zu Fieber und Erbrechen führen.

8. Knoblauch und Zwiebeln

Die enthaltenen Schwefelverbindungen sind in größeren Mengen auch für Menschen gefährlich – nur hat z.B. ein Erwachsener mehr Masse als eine Katze. Kritische Mengen werden entsprechend schneller erreicht: Für einen Hund mit fünf Kilogramm sind etwa 75 bis 150 Gramm Zwiebeln schädlich. Auf Dauer führt eine Überdosierung zu Blutarmut.

9. Zuckerersatz Xylitol

Der für Vierbeiner äußerst gefährliche Zuckeraustauschstoff wird für Light-Getränke und einige zuckerfreie süße Lebensmittel verwendet. Schon kleine Mengen können gefährliche Unterzucker-Symptome hervorrufen. Ab 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht droht akutes Leberversagen, was zum Tod führen kann.

10. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee

Achtung bei koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, manchen Teesorten, aber auch Energydrinks: Bereits 110 Milligramm pro Kilogramm können bei Hunden tödlich sein, bei Katzen sind es 80 Milligramm pro Kilogramm. Koffein führt bei Hunden und Katzen zu ähnlichen Symptomen wie bei uns Menschen: Neben Unruhe, Herzrasen, Durchfall und einem generell starken Harndrang kann Koffein bei Vierbeinern zu einer erhöhten Körpertemperatur bis hin zur Überhitzung und zu Krämpfen bis hin zu Herz- und Atemstillstand führen.

Wenn bei einem Tier Vergiftungserscheinungen auftreten oder der Schützling gerade einen giftigen oder verdächtigen Stoff aufgenommen hat, sollten Sie nicht zögern und umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Was Sie tun können

  • Neben Lebensmitteln können auch Pflanzen giftig für Ihren tierischen Mitbewohner sein. Diese Giftpflanzen sollten Sie meiden, wenn ein Hund oder eine Katze bei Ihnen lebt.
  • Backen Sie Ihrem Liebling einfach selbst ein paar Leckereien. Das hat gleich mehrere Vorteile: Es kommt von Herzen und Sie können sicher sein, dass keine giftigen Lebensmittel enthalten sind. So backen Sie Hundekekse ganz leicht selbst.

Auch die Witterung kann gefährlich für Hunde werden. Wir haben die besten Tipps gegen tierisches Hitzeleiden.

Quellen

[1] Tierklinik: Giftige Lebensmittel für Hund und Katze, https://www.tierklinik.de/ratgeber/giftige-lebensmittel-fuer-hund-und-katze, (eingesehen am 30.11.2020)

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