Für Tierfreunde im besten Alter

Ernährung: Darum verursachen Fleisch, Milch und Eier Tierleid

Ernährung: Darum verursachen Fleisch, Milch und Eier Tierleid

Weltweilt leiden Milliarden Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung – nur weil Menschen sie essen möchten. 2019 sind allein in Deutschland etwa 763 Millionen Tiere für die Nahrungsmittelindustrie in der landwirtschaftlichen Tierhaltung gestorben; Fische und andere Meerestiere sind dabei nicht mitgezählt. [1] Doch unabhängig von ihrer Haltung – egal, ob konventionelle oder Bio-Haltung – am Ende ihres meist kurzen Lebens werden alle Tiere im Schlachthof getötet. Die unvorstellbar vielen Tiere zahlen jedoch nicht nur für Fleisch mit ihrem Leben, sondern auch für Produkte wie Milch, Eier, Fischfleisch, Stopfleber und andere tierische Lebensmittel.

Für Fleisch sterben fühlende Lebewesen

Für Fleisch muss immer ein fühlendes Lebewesen sterben – ganz egal, ob es sich um Bio-Steak oder Aufschnitt aus dem Discounter handelt. Das Leben der Tiere, die in der Mast für die Fleischindustrie gezüchtet werden, ist voller Entbehrungen. In den meisten Fällen sind die Tiere in engen und kargen Gehegen und Ställen eingepfercht. Deutschland ist der größte Produzent von Schweinefleisch in der EU. Hierzulande reichen die Mindestanforderungen für Schweine, die ganz ähnliche Bedürfnisse haben wie Hunde und gerne mit Artgenossen spielen, nach Futter graben oder im Matsch wühlen, von einer Fläche von 0,15 Quadratmetern (bei einem Körpergewicht von fünf bis zehn Kilogramm) bis hin zu einem Quadratmeter (ab einem Körpergewicht von 110 Kilogramm). [2] Ihren natürlichen Bedürfnissen können die allermeisten Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung somit nicht nachgehen. In deutschen Betrieben werden teilweise tausende Tiere zusammen gehalten – für die Schweine, Rinder, Kühe, Hühner und anderen Tiere bedeutet das enormen Stress: Hühner leben unter natürlichen Umständen beispielsweise in kleinen Gruppen zusammen, in denen die Hackordnung fest geregelt ist.

In der Landwirtschaft wird jedes Tier lange vor seiner natürlichen Lebenserwartung im Schlachthof getötet. Unzählige von ihnen sind sogar noch Kinder, wenn ihnen nach einem Transport voller Angst und Panik im Schlachthaus die Kehle aufgeschlitzt wird.

 

Milch: Käber werden ihren Müttern entrissen

Von Natur aus produzieren Kühe Milch, um ihre Kälber zu ernähren. Wenn es ihnen möglich ist, umsorgen sie ihre Kinder aufmerksam und ziehen sie liebevoll groß. In der Milchindustrie wird ihnen die wichtige gemeinsame Zeit meist wenige Stunden nach der Geburt genommen – denn das Kalb würde die Milch trinken, die der Bauer verkaufen will. Oft rufen die Kühe tagelang verzweifelt nach ihren Kindern. Die entrissenen Kälber werden meist über Wochen alleine in Boxen eingesperrt, bis sie mit anderen Kälbern zusammengeführt und später im Schlachthaus getötet werden. [4]

Nach der Geburt eines Kalbes produziert eine Kuh etwa zehn Monate lang Milch. Damit sie wirtschaftlich profitabel bleiben, muss der Milchfluss der Kühe konstant hoch gehalten werden; dafür werden die Kühe direkt wieder künstlich befruchtet – der Kreislauf beginnt von vorn. In der Milchindustrie verbringen Kühe ihr Leben im schlimmsten Fall angebunden im Stall – immer an der gleichen Stelle, ohne sich umdrehen zu können. [5] Für eine möglichst hohe Milchleistung werden Rinder meist mit spezieller Nahrung gefüttert, die ihrer Gesundheit schaden kann. [6]

Die Verhältnisse der Milchindustrie verlangen den Tieren viel ab; sie leiden sowohl körperlich als auch seelisch. Viele Kühe werden krank oder nicht mehr schwanger und somit häufig wirtschaftlich wertlos, sodass sie im Schlachthof getötet werden. Ihre natürliche Lebenserwartung von etwa 20 Jahren erreichen die Tiere in der Landwirtschaft nie.

Eier: Qualzuchten führen zu lebenslangem Tierleid

Ursprünglich haben Hühner nur Eier gelegt, um sich fortzupflanzen – wie jeder andere Vogel auch. Doch statt etwa 20 bis 30 Eier im Jahr legen qualgezüchtete Hennen in der Eierindustrie jährlich über 300 Eier. Die Überproduktion laugt die Hühner körperlich aus und macht sie krank. Die Überzüchtung führt bei den Tieren häufig zu schmerzhaften Entzündungen der Eierstöcke und auch die schlechten Haltungsbedingungen erhöhen das Risiko für Knochenbrüche. Nach anderthalb Jahren sind die Hennen aufgrund er hohen Legeleistung völlig erschöpft und werden getötet, bevor der Gefiederwechsel eintritt.

Geflügelhof

In der Eierindustrie werden meist tausende Hühner in einem Betrieb gehalten. Die große Anzahl an Artgenossen in der Eierindustrie bedeutet für die Tiere extremen psychischen Stress. In deutschen Betrieben tummeln sich bis zu neun Hühnern auf einem Quadratmeter in der am weitesten verbreiteten Bodenhaltung. [8]

Weil nur die weiblichen Tiere Eier legen, sind die männlichen Küken für die Industrie wertlos und werden bisher meist sofort nach dem Schlüpfen vergast. Bis das Verbot der Tötung männlicher Küken 2022 in Kraft tritt, sterben etwa 45 Millionen am ersten Tag ihres Lebens auf diese Weise. [9]

Fische: Millionenfaches Tierleid beim Fang und in Aquakulturfarmen

Heute ist wissenschaftlich anerkannt, dass Fische und Hummer Schmerzen empfinden. [10] Trotzdem landen jedes Jahr hunderte Milliarden Fische und andere Meerestiere auf unseren Tellern. Für Fische und andere Meerestiere gibt es keine Betäubung. Sie werden in den Netzen zerquetscht oder ersticken langsam und qualvoll an Bord der Schiffe. Viele sind noch bei Bewusstsein, wenn man sie aufschneidet und ausnimmt. Etwa 75 Prozent der Meerestiere, die in Deutschland gegessen werden, kommen als Importe aus anderen Ländern. [11] Mittlerweile sind 90 Prozent aller kommerziell genutzter Fischpopulationen überfischt oder stehen kurz davor. [12] Auch die Zucht in Aquakulturfarmen schafft keine Abhilfe, denn dort werden die Fische größtenteils mit Fischen aus dem Meer gefüttert: Für die Produktion eines Kilogramms „Zuchtfisch“ wird die vierfache Menge „Wildfisch“ als Futtermittel benötigt.

In Aquakulturen leben die Fische zusammengepfercht auf engstem Raum und schwimmen häufig in ihren eigenen Exkrementen. Die Enge in den Becken führt oft dazu, dass die Tiere von Fischläusen befallen werden, die ihnen Fleischstücke aus dem Kopf und Körper beißen. Um Krankheiten zu bekämpfen, werden den Tieren Antibiotika und Chemiecocktails verabreicht, die dann im Fischfleisch auf unseren Tellern landen.

Foie Gras: Stopfleber durch folterähnliche Methoden

Foie Gras – auch als Stopfleber bekannt – gilt als Delikatesse. Doch das kurze Geschmackserlebnis für den Menschen bedeutet unsagbares Leid für die Tiere: Enten und Gänsen wird hierzu täglich gewaltsam ein Rohr in den Rachen geschoben, durch das ihnen Nahrung zugeführt wird. Durch diese Zwangsfütterung wächst die Leber der Tiere innerhalb weniger Tage bis auf das Zehnfache ihres Normalgewichts an. Die Zwangsmast ist für die Tiere mit unvorstellbaren Qualen verbunden, die über Halsverletzungen und Knochenbrüche bis zu Atemnot, Leberblutungen und Herzversagen reichen.

Für die Stopfleberproduktion werden ausschließlich männliche Tiere verwendet, weil die Leber der weiblichen Tiere zu viele Blutgefäße und Nerven enthält. Millionen weiblicher Küken werden daher direkt nach ihrer Geburt am Fließband aussortiert und getötet. In Deutschland ist die Produktion zwar verboten, doch der Import aus Frankreich erlaubt. [13]

Was Sie tun können

  • Streichen Sie tierische Produkte wie Fleisch, Milch, Eier und Fischfleisch von ihrem Speiseplan. Eine rein pflanzliche Ernährung ganz ohne Tierleid bietet großartige kulinarische Erlebnisse. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen, die den Umstieg auf eine vegane Ernährungsweise vereinfachen – viele traditionelle Gerichte lassen sich mit nur wenigen Handgriffen „veganisieren“.
  • Klären Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannten über das Tierleid in der Nahrungsmittelindustrie auf und zeigen Sie ihnen, wie leicht sich eine vegane und tierleidfreie Ernährung umsetzen lässt.
  • Melden Sie sich zu unserem kostenlosen 30-tägigen Veganstart-Programm an!

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