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PETA appelliert: Delfinjagd in Taiji stoppen

PETA appelliert: Delfinjagd in Taiji stoppen

In der japanischen Bucht Taiji werden jedes Jahr von September bis März Hunderte, teilweise sogar mehr als tausend Delfine auf grausame Weise getötet. Wir von PETA fordern ein Verbot der abscheulichen Delfinjagd.

Umstrittene Jagd auf Delfine in Taiji

Es ist der 1. September – jährlicher Auftakt zur Jagd auf Delfine in Japan. In der aktuellen Jagdsaison 2020/2021 dürfen in der Bucht von Taiji bis März nächsten Jahres 1.749 der intelligenten Meeressäuger getötet werden. [1] Seit der Veröffentlichung der Doku „Die Bucht“ (Originaltitel: The Cove) haben die Delfinjäger ihre Tötungsmethoden geändert und ziehen die gefangenen Delfine nun in einen mit Plastikplanen abgedeckten Bereich, in dem das Töten der Tiere nicht gefilmt werden kann. Hier stoßen sie einen spitzen Metallstab hinter dem Blasloch ins Rückenmark der Delfine und verschließen die Wunde mit einem Korken, um den Blutverlust zu minimieren und die Rotfärbung der Bucht zu verhindern. Die toten Delfine werden auf Boote geladen und zur Verarbeitung abtransportiert.

Viele Delfine werden an Zoos verkauft

Doch nicht alle gefangenen Delfine werden getötet. Ein Teil der Tiere wird zu Preisen von bis zu 152.000 US-Dollar an Delfinarien in aller Welt verkauft – für ein getötetes Tier erhalten die Delfinjäger 600 US-Dollar. [2] Die Tiere, die in den Delfinarien oder Meereszoos landen, erwartet ein trauriges Dasein in Gefangenschaft, das nichts mit ihrem natürlichen Leben zu tun hat: In Freiheit schwimmen Delfine täglich bis zu 100 Kilometer und genießen die reiche Fauna und Flora ihres Lebensraums. Sie leben in sehr komplexen, wechselnden Sozialverbänden, zu denen oftmals auch Familienmitglieder gehören. Kein Delfinarium der Welt kann den Tieren diese Bedingungen bieten.

Die Unterhaltungsindustrie ist Teil des Problems

Die Nachfrage nach Delfinfleisch ist eigentlich sehr gering. Zudem ist das Fleisch der Delfine stark mit Quecksilber belastet. Der Verkauf gefangener Delfine an die weltweite Unterhaltungsindustrie ist daher einer der größten Anreize für die grausame Delfinjagd von Taiji. Und damit haben wir alle es in der Hand: Wenn wir Delfinarien und Meereszoos nicht länger mit unserem Ticketkauf unterstützen, werfen die grausamen Einrichtungen keine ausreichenden Gewinne mehr ab und die Jagd auf die Meeressäuger lohnt sich für Delfinjäger nicht länger.

Hier erfahren Sie mehr über das Leid der Delfine in Taiji

Was Sie tun können

1. Kaufen Sie niemals Tickets zu Delfinarien.

Japans Delfine werden vorrangig gejagt, weil Delfinjäger die Tiere für sehr viel Geld an Zoos in aller Welt verkaufen können. Bitte unterstützen Sie diesen qualvollen Handel nicht.

2. Unterstützen Sie jedes Jahr am 1. September den Japan Dolphins Day.

Bitte appellieren Sie an diesem Tag mit einer höflichen Nachricht oder einem Anruf an den japanischen Botschafter in Berlin, sich für ein Ende der Treibjagd auf Delfine einzusetzen. Die Kontaktdaten finden Sie hier.

3. PETA plant für September 2021 eine Aktion vor der japanischen Botschaft in Berlin.

Wenn Sie teilnehmen möchten, informieren Sie uns bitte per E-Mail an info@peta.de

 

Quellen

[1] The Dolphin Project, Taii Drive Hunt Quota, https://www.dolphinproject.com/campaigns/save-japan-dolphins/statisticaldata/ (zuletzt eingesehen am 16.11.2020)

[2] The Dolphin Project, https://www.dolphinproject.com/campaigns/save-japan-dolphins/the-taiji-captivity-connection/ (zuletzt eingesehen am 16.11.2020)