Das Tragen von Halsbändern kann für unsere tierischen Freunde schnell zu einer Gefahr werden und gesundheitliche Schäden zur Folge haben. PETA50Plus gibt Hundehaltern Tipps für die optimale Ausrüstung ihrer Hunde und erklärt, weshalb ein gut sitzendes Geschirr für Hunde an der Leine die bessere Wahl ist.

Das perfekte Hundegeschirr statt gesundheitsschädlichem Halsband

Hundehalter sollten für ihren Vierbeiner ausschließlich gut sitzende Geschirre benutzen, die heute in allen erdenklichen Farben, Designs und Materialien angeboten werden. Hunde sind oft agil, neugierig und aktiv und ziehen dann auch gerne mal an der Leine – vielleicht, weil gerade der beste Hundekumpel auftaucht, weil sie sich vor einem Auto oder einem Fahrradfahrer erschrecken, oder weil der menschliche Begleiter nicht lange genug an der Schnüffelecke stehen bleiben möchte. In diesen Fällen kann ein Halsband schnell zum Gesundheitsrisiko werden. Jana Hoger von PETA Deutschland erklärt, warum das so ist, und gibt Hundehaltern Tipps für die Wahl der richtigen und sicheren Ausrüstung für ihren Schützling.

Jeder Zug am Hals des Tieres belastet Halswirbelsäule, Luftröhre und Kehlkopf – was ernsthafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen kann. Ein Brustgeschirr hingegen schont den Hals und verteilt die Zugkraft auf die Schulterpartien und den Brustkorb. Dazu muss es jedoch perfekt angepasst werden.

Wann Halsbänder zur Gesundheitsgefahr werden können

  • Zieht der Hund dauerhaft am Halsband, wird die Luftröhre gewürgt und schlimmstenfalls der Kehlkopf verletzt. Die Halsmuskulatur baut automatisch Spannung auf, um dagegenzuhalten, was zu Verspannungen und Kopfschmerzen führen kann.
  • Rennt der Hund in die lange Leine oder erfährt er einen Ruck – ob unbeabsichtigt, etwa beim Joggen, oder gar beabsichtigt, wie es bei veralteten Erziehungsmethoden üblich war –, werden die Halswirbel einer extremen Belastung ausgesetzt. Die Folgen können für den Hund sehr schmerzhaft sein und oft über Jahre hinweg Schwierigkeiten bereiten.
  • Ängstliche oder schreckhafte Hunde etwa könnten im Straßenverkehr einen Satz nach hinten machen, sich so aus dem Halsband winden und damit sich selbst und andere gefährden.

Folgende Punkte sind bei der Auswahl des perfekten Geschirrs zu beachten

  • Das Material sollte leicht und weich, am besten aus Nylon, sein. Das Geschirr sollte über eine Polsterung verfügen, die Verschlüsse müssen stabil und abgerundet sein.
  • Der Rückensteg muss fest vernäht sein, da er sonst beim Laufen leicht verrutscht. Der Bauchsteg dagegen sollte in der Länge verstellbar sein, damit er individuell an den Hund angepasst werden kann.
  • Die Gurte dürfen nirgends einschneiden oder scheuern. Der hintere Seitengurt sollte einige Zentimeter hinter dem Vorderbein des Hundes sitzen, nicht direkt in der Falte. Der Sitz sollte nicht zu locker sein, damit der Vierbeiner sich nicht aus dem Geschirr winden kann. Den besten Tragekomfort bieten in der Regel Maßanfertigungen.
  • Manche Geschirre lassen sich über den Kopf anziehen und unter dem Bauch schließen. Das ist für die meisten Hunde angenehmer, als beim Anziehen mit einer Pfote einzusteigen.
  • Hundehalter sollten ihren Vierbeiner gut beobachten und herausfinden, ob ihm das Anlegen oder Tragen des Geschirrs unangenehm ist. Es könnte falsch sitzen oder an Stellen aufliegen, die dem Hund wehtun. Auch muss sich der Vierbeiner an das Tragen eines Geschirrs gewöhnen.
  • Wichtig: Das Geschirr muss richtig angepasst sein, dann sitzt es noch sicherer als andere Geschirre und bewirkt überdies eine angenehmere Zugkraftverteilung. Die praktische Schlaufe am Rücken erlaubt einen sicheren Griff, auch wenn es mal schnell gehen muss.
  • Ein schlecht sitzendes Geschirr ist für jeden Hund eine Qual. Es ist sehr wichtig, immer darauf zu achten, dass das Geschirr perfekt sitzt. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten oder ein Geschirr auf Maß anfertigen!

Weitere Informationen zum Thema Hundegeschirre finden Sie hier:

PETA.de/Hundegeschirr

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