Für Tierfreunde im besten Alter

Bekleidung: Warum kein Tier für Mode getötet werden sollte

Bekleidung: Warum kein Tier für Mode getötet werden sollte

Wussten Sie, dass jedes Jahr Millionen Tiere in der Bekleidungsindustrie leiden und sterben? Für Kleidungsstücke aus Pelz, Leder, Wolle, Daunen und Seide führen zahlreiche Tiere wie Füchse, Nerze, Kühe, Schafe und Gänse ein leidvolles Leben, welches sie mit ihrem Tod bezahlen. Im Namen der Mode werden die Tiere gequält und getötet, um an ihre Haut, ihr Fell oder ihre Federn zu gelangen. Dabei gibt es so viele Stoffe, Materialien und Kleidungsstücke, für die kein einziges Tier leiden musste. Zum Glück können Sie sich bei Ihrem Einkauf für tierfreundliche Bekleidung entscheiden!

Pelz: Die Haut getöteter Tiere

Marderhund

© MasaoTaira

Wer einen Pelzmantel, eine Jacke mit Pelzbesatz an der Kapuze oder eine Mütze mit Pelzbommel trägt, sollte wissen: Pelz ist die abgezogene Haut eines Tieres. Die meisten Pelze bzw. Häute stammen von Füchsen und Nerzen. Diese werden auf Pelzfarmen in Europa, Nordamerika und China unter grausamen Bedingungen gehalten. In ihren winzigen Drahtkäfigen können sie sich kaum bewegen, die Drähte schneiden ihnen in die Pfoten und aus Mangel an Beschäftigung verstümmeln sich die Tiere oftmals selbst. Auch Marderhunden, Waschbären, Chinchillas und Kaninchen wird dieses Leid angetan – nur um an ihr Fell zu gelangen. Damit das Fell der Tiere nicht beschädigt wird, werden die Tiere mit Auspuffdämpfen vergast oder per Elektroschock in den Anus getötet. Anschließend wird den Tieren die Haut abgezogen.

Oftmals wird mit angeblich tierfreundlichen Pelzen aus der Jagd geworben. Dies ist jedoch eine Täuschung. Die Tiere werden bei der Jagd per Schusswaffe oder Fallen getötet. Gelangt ein Tier in ein Fangeisen, gräbt sich dieses oftmals bis zum Knochen in sein Fleisch und das gefangene Tier erleidet unglaubliche Schmerzen. Bis es von einem Jäger gefunden und erschossen wird, können viele Tage vergehen, an denen das Tier Beutegreifern, Witterungsverhältnissen, Hunger und Durst ausgeliefert ist. Tiere, die mit Schusswaffen gejagt werden, werden sehr oft nur angeschossen und schleppen sich schwer verletzt durch den Wald, bis sie einen qualvollen Tod sterben.

Leiden für Leder

Kuh Rind

Auch Leder ist die abgezogene Haut von Tieren, die im Schlachthaus getötet werden. Das Leder für Schuhe, Jacken und Taschen stammt meist von Rindern und oft auch von Kälbern – also Tierkindern, die nur wenige Monate alt sind, wenn ihnen die Kehle durchgeschnitten wird. Tiere, deren Haut zu Leder verarbeitet wird, erfahren zuvor alle Grausamkeiten der Tierhaltung. Sie leben in überfüllten Ställen, leiden oftmals unter Krankheiten oder den Folgen der Überzüchtung und haben panische Angst bei Tiertransporten. Noch im Kindesalter werden sie enthornt und ohne Betäubung kastriert. Bei der Schlachtung riechen sie das Blut und spüren die Panik ihrer Artgenossen, bevor auch sie getötet werden. In vielen Lederproduktionsländern wie Indien oder China werden viele Tiere nicht einmal betäubt, bevor sie per Schnitt in die Kehle getötet werden.

Zahlreiche weitere Tierarten werden in der Lederindustrie gequält und getötet. Auch die Haut von Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen wird zu Kleidungsstücken verarbeitet. Exotisches Leder von Schlangen, Alligatoren, Krokodilen oder Eidechsen ist ebenfalls ein Qualprodukt, für das Tiere auf Farmen gezüchtet und getötet werden.

Wolle: Die Qual der Schur

Schafe

Wolle für Pullover, Mäntel, Schals oder Handschuhe stammt meist von Schafen aus Australien, Neuseeland oder China. Die Tiere wurden so gezüchtet, dass sie keinen natürlichen Fellwechsel mehr haben und dadurch auf die Schur durch den Menschen angewiesen sind. Diese stellt wegen des großen Zeitdrucks und der Unachtsamkeit der Arbeiter oft eine Qual für die Fluchttiere dar. Blutige Verletzungen und offene Wunden sind an der Tagesordnung. Verletzt ein Arbeiter ein Schaf mit dem Schurgerät, wird die Wunde ohne Betäubung an Ort und Stelle zugenäht.

Für Kaschmir- und Angorawolle wird Ziegen und Kaninchen das Fell bei lebendigem Leibe regelrecht rausgerissen. Die Tiere schreien vor Schmerz, wenn ihnen die Arbeiter mit spitzen Metallkämmen die Haare rausziehen oder mit scharfen Messern das Fell von der Haut schneiden. Viele Tiere verfallen nach der traumatischen Prozedur in eine Schockstarre und einige sterben sogar an Herzversagen.

Tierqual beim Lebendrupf für Daunen

Gäsne

Daunen sind die weichen Unterfedern von Enten und Gänsen, die oftmals als Fütterung für Winterjacken benutzt werden. Die Daunen stammen meist aus Asien, wo eine grausame Praktik gängig ist: der Lebendrupf. Den sensiblen Vögeln werden bei lebendigem Leibe die Federn aus der Haut gerissen, was unglaubliche Schmerzen für die Tiere bedeutet. Auf diese Weise soll es möglich gemacht werden, mehrmals Federn von den Gänsen und Enten zu „ernten“. Auch in Ungarn, Rumänien und Polen wird der Lebendrupf oftmals noch praktiziert, obwohl das in Europa eigentlich verboten ist.

Lebendig gekocht für Seide

Seidenraupe

Seide wird aus dem Kokon des Seidenspinners, also eines Schmetterlings, gewonnen. In diesem verpuppt sich die Raupe, um sich in einen Schmetterling zu verwandeln. Um an das Material des Kokons zu gelangen, wird der Seidenspinner während der Puppenphase getötet, indem er in kochendes Wasser geworfen oder heißem Wasserdampf ausgesetzt wird. Die Tiere kriechen dabei verzweifelt in ihrem Kokon umher und versuchen, dem Tod zu entkommen. Die toten Puppen werden anschließend wie Müll entsorgt oder in einigen Ländern gegessen.

Die meiste Seide stammt aus China, Indien und Usbekistan. Dort werden die Seidenspinner auf Hochleistung gezüchtet. Da ihnen die Flugfähigkeit weggezüchtet wird, wären sie in der Natur nicht überlebensfähig. Nur wenige Tiere werden nicht lebendig gekocht, sondern dürfen sich für die Zucht zum Schmetterling entwickeln. Die männlichen Tiere werden oftmals in Kühltruhen aufbewahrt und nur zur Befruchtung hervorgeholt. Lässt ihre Leistung nach, werden sie getötet und entsorgt.

Kaufen Sie tierfreundliche Kleidung

Glücklicherweise gibt es unzählige Kleidungsstücke, für die kein Tier sterben musste. Kleidung aus Kunstleder, Kunstpelz, Baumwolle, Leinen, Polyester, Viskose und zahlreichen weiteren pflanzlichen und synthetischen Materialien findet man in so gut wie jedem Geschäft oder Onlineshop. Achten Sie bei der Kleiderwahl auf das Etikett und prüfen Sie, ob tierische Materialien verwendet wurden oder nicht.

Weitere Tipps finden Sie auf unserer Website:

Echtpelz und Kunstpelz unterscheiden: https://peta50plus.de/echtpelz-oder-kunsthaar/

Tierfreundliche Wollalternativen: https://peta50plus.de/tierfreundliche-wollalternativen/

Vegane Lederhosen zum Oktoberfest: https://peta50plus.de/vegane-lederhose-zum-oktoberfest/

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen