Für Tierfreunde im besten Alter

Lebendfalle für Maus, Marder, Ratte & Co. – tierfreundliche Fallen

Lebendfalle für Maus, Marder, Ratte & Co. – tierfreundliche Fallen

Eine Lebendfalle ist die tierfreundlichste Methode, um Maus, Marder oder Ratte umzusiedeln. So lassen sich die Nager mühelos aus Haus oder Garten wegbringen, ohne dass sie dabei Schaden nehmen. Aber welche Lebendfallen eignen sich für welches Tier? Und kann man solche Fallen auch selber bauen?

Ob Nager es sich im Haus gemütlich gemacht haben, erkennt man meist recht schnell an Kotspuren, angefressenen Lebensmitteln und Kartons oder an nächtlichen Geräuschen. Auch, wenn es sich bei Mäusen und Ratten um überaus intelligente, reinliche und soziale Lebewesen handelt, möchten nur die wenigsten Menschen die kleinen Nagetiere als dauerhafte Mitbewohner haben. Statt jedoch zu einer tödlichen Falle oder Gift zu greifen, um die ungebetenen Gäste zu vertreiben, sollten Sie auf den Einsatz einer Lebendfalle als tierfreundlichste Variante setzen. Hierbei gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten, denn auch mit einer Lebendfalle kann man den Tieren ungewollt schaden. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass die gefangenen Nager an Stress, Hunger oder Dehydrierung sterben – kontrollieren Sie Ihre Lebendfalle daher stündlich und deaktivieren Sie diese, wenn Sie für längere Zeit wegfahren.

 Ratte

Arten von Lebendfallen

Es gibt mehrere Arten von Lebendfallen, die sich durch ihre Funktionsweise voneinander unterscheiden. Bei Lebendfallen mit Kippmechanismus beispielsweise gerät das Tier über eine Erhöhung in die Falle, gelangt jedoch anschließend nicht mehr heraus, da sich die Falle durch sein Gewicht bewegt und so den Ausgang versperrt.

Eine weitere Methode ist die Lebendfalle mit Einwegmechanismus, bei der eine einseitig benutzbare „Tür“ verwendet wird. Wenn das Tier gegen diese Tür drückt, gelangt es problemlos in die Falle hinein, kommt jedoch nicht wieder heraus. Auch bei Fallen mit einer Art Trichter als Eingang kann sich das Tier gerade so hinein-, aber unmöglich wieder herausquetschen.  

Fallen mit Auslösemechanismus hingegen müssen vom Tier selbst aktiviert werden, sei es durch Bewegen des Köders oder durch Betreten eines bestimmten Bereichs. Anders als bei Schlagfallen wird dadurch jedoch nicht das Töten des Tiers, sondern das Schließen der Lebendfalle ausgelöst.

All diese Fallenarten gibt es in den verschiedensten Ausführungen zu kaufen, meist aus Draht oder Kunststoff. Aber auch aus Haushaltsgegenständen lässt sich schnell und einfach eine Lebendfalle für Mäuse oder Ratten bauen. Um einen Marder im Haus zu fangen und sicher umzusiedeln, bietet sich der Kauf einer größeren Falle wie einer Katzenfalle an.

Lebendfalle für Mäuse und Ratten selber bauen

Eine besonders einfache Methode für den Bau einer Lebendfalle ist das Befestigen einer rotierenden Flasche über einem Eimer. Dafür benötigen Sie:

  • Einen Eimer mit möglichst hohen Wänden
  • Ein Handtuch
  • Eine leere Plastikflasche
  • Einen starken Draht
  • Ein Holzlineal oder ähnliches
  • Einen kleinen Bohrer
  • Köder (z. B. Nüsse, Salzbrezeln, Erdnussbutter)

Polstern Sie zuerst den Eimer mit einem Handtuch oder ähnlichem aus, damit die Maus oder Ratte schonend aufgefangen wird. Bohren Sie nun ein Loch in den Deckel und eines in den Boden der Plastikflasche. Schieben Sie den Draht durch die beiden Löcher und legen Sie die Flasche nun mittig auf den Eimer. Befestigen Sie den Draht durch Umknicken auf beiden Seiten am Eimer. Nun müssen Sie lediglich den Köder auf der Flasche platzieren (Brezeln oder Nüsse festkleben) und das Holzlineal als eine Art Leiter an eine Seite des Eimers stellen. Kommt nun eine Maus oder Ratte über das Lineal zum Eimer und versucht, an den Köder auf der Flasche zu gelangen, dreht sich die Flasche, das Tier rutscht ab und fällt in den gepolsterten Eimer.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Methoden, eine Lebendfalle selber zu bauen, wie das Errichten einer Schnappfalle aus einer großen Plastikflasche.

Die Lebendfalle richtig platzieren

Am besten stellen Sie die Lebendfalle dort auf, wo Sie Spuren oder Kot der Mäuse oder Ratten gefunden haben. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sich die Nager erneut an diesem Ort aufhalten werden. Auch können Sie die Falle vor einem Mauseloch oder in der Nähe von Lebensmittelvorräten platzieren, da Mäuse und Ratten immer auf Nahrungssuche sind. Wichtig ist, dass Sie die Falle stündlich kontrollieren, da die Nager sonst sterben können – oft bedeuten bereits einige Stunden ohne Wasser das Todesurteil für Mäuse und Ratten. Wenn Sie die Falle nicht jede Stunde überprüfen können, deaktivieren Sie diese bitte.

Die Maus oder Ratte richtig aussetzen

Wenn Sie eine Maus oder Ratte erfolgreich gefangen haben, sollten Sie das Tier schnellstmöglich an einem geeigneten Ort aussetzen. Decken Sie den Nager mit einem Handtuch ab, um zusätzlichen Stress zu vermeiden. Tragen Sie dabei am besten Handschuhe.

Da es recht knifflig sein kann, zwischen Haus-, Wald- und Feldmäusen zu unterscheiden, ist das Aussetzen an einer Scheune oder einem leerstehenden Gebäude neben einem Feld oder Wald die beste Lösung. So können Hausmäuse sich ihren Unterschlupf im Gebäude suchen, und Wald- und Feldmäusen ist der Weg ins Freie gegeben. Wichtig ist immer, die Maus in direkter Nähe zu einem Unterschlupf wie beispielsweise einem Busch auszusetzen.

Wenn Sie Fragen zum Aussetzen des Tieres haben, kontaktieren Sie die nächstgelegene Wildtierhilfe. Diese kann Ihnen weitere Tipps zum passenden Ort geben.

Maus mit Lebendfalle

Reinigen Sie die Falle nach dem Aussetzen des Nagers unbedingt gründlich. Tragen Sie auch dabei Handschuhe. Wenn Sie die Falle nicht erneut aufstellen möchte, deaktivieren Sie unbedingt ihre Funktion vor der Lagerung.

Weitere Tipps

Auf der Website peta.de finden Sie weitere Tipps und Tricks zum tierfreundlichen Umgang mit Nagern im Haus und erfahren, wie Sie den Einzug von Mäusen, Ratten oder Mardern in Ihren Wohnraum vermeiden können. Weitere Informationen zum Einfangen von größeren Tieren wie Mardern erhalten Sie auch in verschiedenen Internetportalen.

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